Brainboard - Gedächtnis, Lernen, Mnemotechnik

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BeitragVerfasst: So 22. Aug 2010, 20:49 
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Registriert: Mo 27. Apr 2009, 22:57
Beiträge: 49
Wohnort: Stuttgart
Hey Leute,

hab neulich mit meinem Physiklehrer gesprochen und er hat mir bezügl. Studium geraten Bücher und Text laut vorzulesen.

der Vorteil ist:

1. man versteht besser was man liest, bekommt ein bessere Textverständnis und außerdem werden 2 Sinneskanäle angesprochen
visuelle(sehen)+auditive (hören) somit kann man das gelesen besser im Gedächnis abspeichern.

2. hat er gesgat dass man dadurch auch seine Ausdrucksfähigkeit verbessert.

Nachteil ist das man natürlich länger braucht ein Buch zu lesen...

was sagt ihr dazu?
Eure Meinung würde mich interessieren.


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BeitragVerfasst: So 22. Aug 2010, 23:44 
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Superbrain

Registriert: Fr 23. Jan 2009, 5:45
Beiträge: 723
beim laut im kopf lesen wird angeblich auch der auditive sinn angesprochen.

Ich halte das für einen schlechten Ratschlag.


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BeitragVerfasst: Mo 23. Aug 2010, 6:47 
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Superbrain
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Registriert: Di 11. Sep 2007, 7:12
Beiträge: 1664
Man muss sich überlegen was dadurch bewirkt wird. Ich denke er hat Recht wenn er sagt, man schult dadurch die eigene "verbale" Festigkeit des Stoffes. Es ist ein Unterschied, einen mathematischen Beweis auf Papier zu reproduzieren oder in der Lage zu sein, das ganze auf einer Tafel im Audimax zu präsentieren mit entsprechender auditiver Begleitung.

Außerdem fördert die Aussprache die Konzentration und senkt das "rausfiltern" von Dingen die unterbewusst für unwichtig gehalten werden, es gibt sicherlich Anwendungsgebiete für "überfliegendes" Lesen, aber Physik gehört wohl nicht dazu.

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Lerntechnik Praxis: http://bit.ly/8ONmbS


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BeitragVerfasst: Mo 23. Aug 2010, 8:19 
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Superbrain

Registriert: Sa 18. Aug 2007, 19:01
Beiträge: 146
Zitat:
1. man versteht besser was man liest, bekommt ein bessere Textverständnis und außerdem werden 2 Sinneskanäle angesprochen
visuelle(sehen)+auditive (hören) somit kann man das gelesen besser im Gedächnis abspeichern.


Meine Erfahrung mit „Laut Lesen“ ist anders. Ich konzentriere mich dabei auf das fehlerfreie Vorlesen. Das Textverständnis hingegen leidet bei mir und es ist höher, wenn ich den Text nicht laut vorlese. Übertrieben gesagt ist so, als ob ich mich entweder auf das Vorlesen oder auf den Inhalt konzentrieren kann. Ähnliche Erfahrung habe ich beim Korrekturlesen größerer Texte gemacht. Ich kann mich dabei entweder auf den Inhalt oder auf die Rechtschreibung konzentrieren. Wenn ich versuche mich auf beides zu konzentrieren leidet die Qualität.

Hilfreiche finde ich Vorgehensweisen, die sich an den Lesemethoden SQ3R bzw. SQ4R orientieren.

http://en.wikipedia.org/wiki/SQ3R



Zitat:
2. hat er gesgat dass man dadurch auch seine Ausdrucksfähigkeit verbessert.

Zitat:
Es ist ein Unterschied, einen mathematischen Beweis auf Papier zu reproduzieren oder in der Lage zu sein, das ganze auf einer Tafel im Audimax zu präsentieren mit entsprechender auditiver Begleitung.

Bei der Reproduktion von Lernmaterial hilft es mir dagegen enorm den Stoff wie bei einer Präsentation laut vorzutragen. Also Lernkontrolle ist es meiner Meinung nach gut geeignet und sinnvoll, sozusagen als Simulation.


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BeitragVerfasst: Di 24. Aug 2010, 7:15 
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Superbrain
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Registriert: Di 11. Sep 2007, 7:12
Beiträge: 1664
Also einfach alle drei Varianten hintereinander durchführen: Speedreaden, subvokalisieren, laut vorlesen...

Meistens hilft es auch, sich das ganze visuell/kinästhetisch intensiv vorzustellen, in mehreren Ansätzen bis einer besser passt. Eventuell so, wie jemand es bei Welt der Wunder visualisieren würde, oder in 3D etwas wie es bei Star Trek in einem holographischen Lernprogramm gemacht werden könnte.

Achja, hatte ich erwähnt: Wiederholung macht den Meister?

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BeitragVerfasst: Mo 06. Sep 2010, 22:46 
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Superbrain

Registriert: Mi 24. Jun 2009, 14:53
Beiträge: 313
Ich habe die gleiche Erfahrung gemacht wie Kevin.
Hatte einen Kurs an der Uni, in dem immer ein Studi laut vorlesen musste.
Las ich leise mit, während jemand anders vorlas, konnte ich dem Text folgen, las ich selbst, musste ich hinterher schnell querlesen um zu wissen, was ich da gerade vorgelesen hatte! :P
Ich war viel zu konzentiert auf die richtige Betonung, "vorlesen" um richtig betonen zu können, keine Aussprachefehler zu machen bei eher unbekannten Wörtern etc.
Die Betonung im Kopf beim stillen Lesen ist mir noch nie beim Vorlesen gelungen, auch nicht beim Lautlesen im stillen Kämmerlein, so dass ich für mich finde, dass laut Lesen Konzentration und evtl. Bedeutung/ Verstehen des Textes minimiert.
Laut lesen hilft mir nur punktuell bei Sätzen, die ich nicht verstehe oder bei denen ich "hängen bleibe" (so musste ich mal langsam einen Satz lesen der begann mit "bei intakten Genen..." ich hatte "in" als negierende Vorsilbe verstanden und der Satz ergab still gelesen immer wieder den gleichen Nonsense (statt "aktiviert" hatte ich immer "inaktiviert" verstanden....).

Ich denke, laut Lesen kann sinnvoll sein, wenn man es später braucht (Deutschlehrer etc., Schauspieler usw.) oder wenn man seine Aussprache bei Fremdsprachen verbessern will, vielleicht auch, um eine vorgeschriebene Rede zu üben; um das Textverständnis zu erhöhen würde ich es nach meiner Erfahrung eher nicht empfehlen, es sei denn, man hat Probleme mit dem stillen Lesen durch mangelnde Übung etc.
Auch bei mathematischen etc. Formeln und Abkürzungen etc. kann es sich für Ungeübte auf diesem Gebiet lohnen (Leute, die dazu tendieren, da nur "Zahlen" oder "Zeichen" zu lesen und nicht die Bedeutung der Formel erfassen).

Was evtl. hilfreich sein kann aber zeitintensiv !!! wäre das laute Vorlesen und Aufnehmen, um den Stoff dann nebenbei hören zu können.

LG,
Frederica


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