Brainboard - Gedächtnis, Lernen, Mnemotechnik

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 Betreff des Beitrags: Beste Trainingsstrategie?
BeitragVerfasst: Sa 17. Sep 2011, 15:12 
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Registriert: Sa 17. Sep 2011, 12:09
Beiträge: 5
Ich hab mich seit kurzer Zeit mit dem Thema Speedreading, also schnelleres Lesen und mehr behalten/verstehen auseinander gesetzt. Leider habe ich nur die Geschwindigkeit von 140wpm. Ich hab ein Buch darüber gelesen, mir Videos bei Youtube darüber angeschaut, hier im Forum einige Threads dazu gelesen und mich weiter im Internet schlau gemacht. Die Techniken und Übungen sind ja alle gleich. Blickspannweite erhöhen, mit einer Lesehilfe lesen usw. Ich habe jetzt folgendes Problem:

- Ich subvokalisiere, wenn ich mich zwinge das abzuschalten, dann sehe ich nur Buchstaben und verstehe nix, ich muss es innerlich aussprechen um es zu verstehen und verarbeiten zu können und das hindert mich doch sehr. Der Klang des Wortes kommt automatisch, wie beim Schreiben, da sage ich mir die Worte/Sätze auch gedanklich vor. Aber es muss ja gehen das man die Wörte nur anzuschauen braucht und das man dann die Bedeutung/Bild hat. Ich lese ja auch die Punkte oder Fragezeichen nicht innerlich mit, da ich weiß was sie bedeuten.

- Ich versuche das Bildlichelesen zu trainieren, es gibt einige Leute die beim lesen sofort das Kopfkino haben und nicht die Sprache sondern die Bilder im Kopf haben. Außerdem mache ich momentan das "Mega Memory Gedächtnistraining" von "Gregor Staub". Dieses hilft einem sein Bildgedächtnis zu trainieren.


Das Subvokalisieren halte ich für die schwerste Hürde, da es ja ein eingefleischter Prozess ist. Bevor ich mich mit Speedreading beschäftigt habe, dachte ich das alle Menschen so lesen. Dann hab ich meine Eltern gefragt und meine Mutter wusste gar nicht das man beim Lesen subvokalisieren kann, die war ganz erstaunt, dass ich innerlich mitspreche, sie hat sowas nicht. Mein Vater kann es ein und ausschalten.
Ich denke das das wichtige beim Verstehen und Behalten das Verbildlichen der Wörter ist. Bilder kann man sich besser merken und wenn das Kopfkino erstmal ausgeprägt ist, sodass man nur noch in Bildern denkt und sie in Bruchteilen von Sekunden zu dir fliegen.

Jetzt bin ich am überlegen was ich zu erste machen soll.

- Das Bildlichegedächtnis zu trainieren, das die Worte sofort als Bilder in mein Gehirn fliegen, jetzt mal doof ausgedrückt. Dann ist mein lesen aber noch langsamer, da ich nie so in Bildern gedacht hab, sondern immer nur in Sprache. So muss ich das stark üben bis das automatisiert wird.

- Das Subvokalisieren ausprügelen, wenn ja wie geht das am besten? oder geht das von alle Weg, wenn ich die Bilder im Kopf habe.

- Mit dem Stift schnell lesen, 1 bis eine halbe Sekunde pro Zeile, ohne das ich etwas verstehe, solange machen bis das Verständnis kommt, dass sagen zumindest einige Leute.

- Übungen machen zur Blickspannweite usw.



Ich weiß nicht genau in welcher Reihenfolge ich jetzt anfangen soll. Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

was meint ihr?

:wink:


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BeitragVerfasst: Mo 19. Sep 2011, 4:46 
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Superbrain
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Registriert: Di 11. Sep 2007, 7:12
Beiträge: 1664
Wenn Du sagst du kommst kaum über 100 WPM hinaus, hast aber Grundkenntnisse im Speedreading, dann würde ich drauf tippen, dass Du dich einfach nicht traust, schneller zu lesen. Dabei hilft die Verwendung eines Metronoms (Apps, Programme etc). Stell den Metronom auf 400 WPM und schau was du behälst. Dabei natürlich jetzt nicht die schwerste Kost nehmen, sondern eher ein seichtes Sachbuch oder einen Roman, nicht unbedingt Quantenphysik oder Biochemie.

Subvokalisieren ist relativ egal. Du solltest halt nicht mit 150 WPM subvokalisieren, sondern schneller. Meiner Erfahrung nach hört das Subvokalisieren bei hohen Geschwindigkeiten eh automatisch auf.


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BeitragVerfasst: Mo 19. Sep 2011, 8:00 
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Foren-Neuling
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Registriert: Sa 17. Sep 2011, 12:09
Beiträge: 5
Danke für deine Antwort DocTiger. 140 war mein erster Werte ohne Methoden angewendet zu haben, also die erste Leseprobe im Buch. Ohne das Rückspringen und bei gewollt etwas zügigerem Lesen bin ich bei 190wpm gelandet.

Sobald ich aber die Fingerübung anfange, sprich 1 Zeile pro Sekunde, kann ich nicht mehr alles mitsprechen und wie schon oben gesagt, bekomme ich dann den Inhalt nicht zusammen und kann es mir so nicht merken. Aber so wie du meinst, einfach ausprobieren bis sich die Augen an das Tempo gewöhnt haben und dann klappt das mit dem Verstehen und das Subvokalisieren hört dann auch auf.

Für 400wpm, wie stelle ich denn das Metronom ein, auf was für einen Takt?, mit jedem Takt dann eine Zeile?

Wie wichtig findest du das Bildlichevorstellen zum Behalten, beim Speedreading und beim Lesen generell?


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BeitragVerfasst: Mo 19. Sep 2011, 11:04 
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Superbrain
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Registriert: Di 11. Sep 2007, 7:12
Beiträge: 1664
Nix vorstellen = Nix behalten...
Mein "Vorstellungstakt" ist auch eher schwach. Aber sehr visuelle Menschen zum Beispiel neigen zu extrem schnellen Bildern, und die *reden* dann mit gefühlten 400 WPM..... Allgemein ist der visuelle Kanal am Schnellsten und Parallelsten, während Ton ein wichtiges "Medium" ist und Gefühl sehr wichtig für das Behalten und Anwenden ist.

Wir brauchen alle drei Sinne für das optimale Behalten, und es gibt immer Aspekte, die in einem der Kanäle einfach nicht praktikabel sind, zum Beispiel die Dynamik hinter einer Formel passt bei mir sehr schlecht in den visuellen Kanal, während ich mir als Ton praktisch garnichts merken kann. Andere können mehrspurige Partituren improvisieren, von daher gibt es wohl keine allgemeingültige Regeln auf diesem Gebiet.

Die Berechnung für den Metronom hängt logischerweise von der Anzahl Wörter pro Zeile ab...

WPM = Wörter pro Zeile / Zeit Pro Zeile

Zeit Pro Zeile = WPM / WPZ

Frequenz = 1 / Zeit Pro Zeile

Frequenz =WPZ / WPM


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BeitragVerfasst: Mo 19. Sep 2011, 11:11 
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Foren-Neuling
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Registriert: Sa 17. Sep 2011, 12:09
Beiträge: 5
Danke für die Erklärungen. Werde das dann mal mit dem Metronom versuchen.

Aber sollte ich jetzt erst versuchen schnell zu lesen, erstmal ohne den Inhalt, der kommt später von selbst, ich hab gelesen man soll da an seine Grenzen gehen.

Oder erst langsam lesen und sich alles Bildlichvorstellen, um das zu üben. Wobei ich auch gelesen hab, dass beim Schnellen lesen das subvokalisieren wegfällt und das Kopfkino automatisch anfängt.

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Anfänger im Bereich Braintraining, aber sehr wissbegierig.


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BeitragVerfasst: Mo 19. Sep 2011, 12:00 
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Superbrain
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Registriert: Di 11. Sep 2007, 7:12
Beiträge: 1664
Du musst so trainieren, dass es dich leicht überfordert.


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BeitragVerfasst: Do 22. Sep 2011, 17:26 
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Foren-Neuling
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Beiträge: 5
alles klar, danke ;). Dann werde ich das mal ausprobieren.

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Anfänger im Bereich Braintraining, aber sehr wissbegierig.


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BeitragVerfasst: Sa 01. Okt 2011, 15:21 
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Beiträge: 1
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Danke für die Tipps! Mal eine Frage am Rande: Ich würde auch gerne das "Querlesen" trainieren. Ist das auf diese Weise auch möglich oder lässt sich kombinieren? :roll:

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Silber


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 Betreff des Beitrags: Querlesen
BeitragVerfasst: Fr 21. Okt 2011, 12:03 
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Einmal-Schreiber

Registriert: Fr 21. Okt 2011, 11:59
Beiträge: 1
Wohnort: Stuttgart
Wir haben auch mal im Studium gelernt, das wenn man zu langsam liest, meist sogar die Details wieder vergisst. Ich bin überzeugt das man beim Querlesen nicht nur zeit spart sondern gleichzeitig mehr mitbekommt..

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