Brainboard - Gedächtnis, Lernen, Mnemotechnik

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BeitragVerfasst: Fr 03. Aug 2012, 15:00 
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Registriert: Di 16. Aug 2011, 22:11
Beiträge: 21
Kann man bei einem schlechten Arbeitsgedächtnis mit Speed Reading überhaupt noch etwas anfangen? Wörter und auch Sätze kann ich schnell erfassen, aber verstehen nicht wirklich bis überhaupt nicht.
Übrigens sind Fehler bei den Augenübungen auszuschließen, ich habe bei einem Speed Reading Seminar teilgenommen, und praktiziere die Augenübungen schon über 3 Monate.

Soll ich noch weiterüben? Oder macht es keinen Sinn?

Grüße


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BeitragVerfasst: Mi 29. Aug 2012, 9:41 
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Superbrain
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Registriert: Di 11. Sep 2007, 7:12
Beiträge: 1664
Ich glaube nicht, dass es ein schlechtes Arbeitsgedächtnis gibt.

Darüber hinaus gibt es schon so etwas wie "Denkgeschwindigkeit". Ich weiß nicht ob es konkrete Forschung dazu gibt, aber mir scheint so, dass verschiedene Menschen unterschiedlich schnell denken, und zwar unabhängig ihrer Intelligenz. Diese Geschwindigkeit ist auch Abhängigkeit von Kontext, Müdigkeit, Depressionen etc.
Zum Beispiel ist visuelles Denken eher schneller als kinästhetisches oder Auditives, da Töne oder Gefühle eine langsamere "natürliche" Geschwindigkeit haben, als visuelle Informationen.

Vielleicht liegt es an deiner inneren Stimme? Das subvokalisieren ist an sich nicht schlimm, aber wenn man langsam subvokalisiert kann das ein Problem sein.

Dann würde ich empfehlen, dass du dich beim Lesen mehr auf die Vorstellungswelt konzentrieren solltest. Mit der Zeit sollte das dann besser werden. Beim Speedreading ist es wichtig, die Informationen wirklich zu verarbeiten, und das auch zu trainieren. Also stärkere, umfangreichere und schnellere Bilder im Kopf zu produzieren.


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BeitragVerfasst: Do 30. Aug 2012, 11:04 
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Superbrain

Registriert: Di 08. Nov 2011, 11:50
Beiträge: 229
Wohnort: Markgräflerland
raicoon_brain hat geschrieben:
Wörter und auch Sätze kann ich schnell erfassen, aber verstehen nicht wirklich bis überhaupt nicht.

Soll ich noch weiterüben? Oder macht es keinen Sinn?

Das heißt, wenn ich das richtig verstehe, du liest die Worte, nimmst sie auf, verstehst aber den Sinnzusammenhang nicht. Gilt das auch für einfache Sachverhalte wie eine schlichte Pressenachricht? Wenn dem so wäre, hättest du ein Problem mit dem einfachen sinnerfassenden Lesen, also Lesen und Verstehen in einem Arbeitsgang. Dann aber müsstest du zuerst einmal das ernsthaft trainieren (z.B. Lesen und sofortiges Wiedergeben des Inhalts mit eigenen Worten). Das wird normalerweise in der Schule elementar erlernt. In der Theorie! In der Praxis wird da heute schlicht vielerorts geschludert (Pisa hat's erwiesen!) bzw. zu wenig systematisch geübt. Wer als Kind gerne und viel liest, erwirbt diese Fertigkeit wie nebenbei, wer das vermeidet, bekommt später mehr oder weniger große Probleme. Aber man kann das mit einiger Disziplin und viel Geduld nachholen. Schnellleseübungen machen erst dann Sinn, wenn diese Stufe erreicht ist, wenn du also in ständiger täglicher Lesepraxis über (vielleicht) viele Monate gelernt hast zu lesen und gleichzeitig zu verstehen. Dabei solltest du die inhaltlichen Niveauanforderungen allmählich steigern. In dieser Zeit wächst dann in deinem Gehirn das System in den am Lesevorgang beteiligten Arealen.

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Zu allen wirklichen Abenteuern gehört, dass man einen Schatz sucht.
David Loye


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BeitragVerfasst: Do 20. Sep 2012, 5:14 
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Superbrain

Registriert: Do 05. Nov 2009, 6:06
Beiträge: 174
Hi,

ich lese "eigentlich" auch mit ca. 2000 WPM. Da "bekomme" ich die Worte/Wörter noch mit, aber "behalte" nichts davon.

Ich denke, was genau im Gehirn dabei geschieht, weiß noch keiner.

Viele Grüße
Will


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BeitragVerfasst: Do 20. Sep 2012, 14:52 
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Superbrain

Registriert: Di 08. Nov 2011, 11:50
Beiträge: 229
Wohnort: Markgräflerland
Willwissen09 hat geschrieben:
ich lese "eigentlich" auch mit ca. 2000 WPM. Da "bekomme" ich die Worte/Wörter noch mit, aber "behalte" nichts davon.


Du bestätigst genau meine Vermutung: Lesen und gleichzeitiges Verstehen (+Behalten) müsstest du trainieren. Ich würde das so machen: Einen Abschnitt (oder eine Nachricht) lesen, dann unterbrechen und sofort das Gelesene wiedergeben (sich selbst prüfen oder einem Partner berichten). Nach ein paar Minuten prüfen, ob der Inhalt noch da ist, nach etwa einer Stunde noch einmal. Diese kleine Übung würde ich an deiner Stelle mit immer neuen Beispielen täglich möglichst oft machen.

Auch wenn man nicht ins Gehirn schauen kann, diese Erfahrung kann man machen: Nach einiger Zeit funktioniert das immer besser.

Eine gute Übung für das Arbeitsgedächtnis ist auch das Nachrichtenmerken: Die Fünfminutennachrichten am Radio hören und jede Nachricht gleichzeitig per Assoziation an eine Zahlbild- oder Locireihe binden. Nach fünf Minuten Pause Inhalte repetieren, nach einer Stunde noch einmal.

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David Loye


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BeitragVerfasst: Mi 06. Nov 2013, 20:41 
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Superbrain

Registriert: Do 05. Nov 2009, 6:06
Beiträge: 174
Horkas hat geschrieben:
Lesen und gleichzeitiges Verstehen (+Behalten) müsstest du trainieren.

Interessant. Aber DAS zeigt Dir keiner in den Schnelllesekursen!
Da geht es "ruck-zuck" komplett durch ein Buch!

Deswegen ja auch meine Frage nach dem Arbeitsgedächtnis.
Ins Arbeitsgedächtnis, was für den Transfer ins Langzeitgedächnis wichtig ist, passt keine schnellgelesenes, geschweige den langsam gelesenes Buch.

Oder sehe ich da was falsch?

Habe von einem Mädchen gehört, in USA glaube ich, das ein Buch innerhalb weniger Sekunden lesen soll und dann ganz genau weiß was drin steht. Kennt jemand diese Geschichte? Links?

Gruß
Will


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BeitragVerfasst: Do 07. Nov 2013, 20:39 
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Superbrain

Registriert: Di 08. Nov 2011, 11:50
Beiträge: 229
Wohnort: Markgräflerland
Gleichzeitiges Lesen und Verstehenkönnen stellen eine gewisse Enwicklungsstufe der Lesefertigkeit dar. Das steht gewissermaßen am Ende der elementaren Lesefertigkeit. Es ist das Ergebnis von viel Übung. Erst wenn diese Stufe erreicht ist, macht Schnelllesetraining überhaupt Sinn.

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