Brainboard - Gedächtnis, Lernen, Mnemotechnik

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BeitragVerfasst: Mi 19. Mai 2010, 14:06 
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Registriert: Fr 09. Okt 2009, 10:50
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Hallo,

oft berichteten aus diesem Forum User, die mit Schnelllesen angefangen haben,
dass nach einer schon kurzen Pause von ein paar Tagen die Lesegeschwindigkeit schnell nachlies.
Dieses Phenomen scheint wohl normal zu sein: So schnell die Steigerung war, so schnell war der Erfolg auch wieder weg.

Meine Frage: Kann man seine Lesegeschwindigkeit auf Dauer (oder gar für immer)
beibehalten (300 WpM und einem 80% Verständnis) ?

Und gibt es hier nachweislich jemanden, der mit 600-800 WpM lesen kann
mit einem gleichzeitigen vollen Verständnis von 80% ?

Danke,
Brainlost


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BeitragVerfasst: Do 20. Mai 2010, 16:11 
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Registriert: Mo 25. Feb 2008, 16:43
Beiträge: 15
Zitat:
Und gibt es hier nachweislich jemanden, der mit 600-800 WpM lesen kann
mit einem gleichzeitigen vollen Verständnis von 80% ?

Solche Leute gibt es. Ich kann es zwar nicht aber ich habe anderen beim lesen zugeschaut und das auch dokumentiert, welche es können


Stancliffe sagt in seinem "Buch" dass Leute, welche schnell-lesen gelernt haben es 5-6 Monate lang täglich anwenden sollten und dass sie es dann nicht mehr so schnell verlernen wenn sie es ein paar tage nicht verwenden

_________________
mfg
Toscuran


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BeitragVerfasst: Fr 21. Mai 2010, 8:17 
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Registriert: Fr 09. Okt 2009, 10:50
Beiträge: 49
Zitat:
Solche Leute gibt es. Ich kann es zwar nicht aber ich habe anderen beim lesen zugeschaut und das auch dokumentiert, welche es können


Aha, und hast du dann auch eine Verständnisabfrage zum Text gemacht?
Also nicht nur: "Haben sie den Text verstanden oder worum gings grob
in dieser Geschichte?"

Zitat:
Stancliffe sagt in seinem "Buch" dass Leute, welche schnell-lesen gelernt haben es 5-6 Monate lang täglich anwenden sollten und dass sie es dann nicht mehr so schnell verlernen wenn sie es ein paar tage nicht verwenden


Wer ist Stancliffe ? Aber denkbar wäre es, wenn man viele Monate oder
gar Jahre schnell-lesen tagtäglich anwendet, dass es auch länger als 1 Woche anhält.
Für meine Begriffe sollte es aber für Jahre anhalten, und nicht nur für Tage.

PS: Gibt es denn hier im Forum jemanden, der wirklich erfolgreich
sagen wir mal vorsichtig 400 W/M lesen kann mit einem 80%tigem Verständnis?


Gruß,
Brainlost


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BeitragVerfasst: Fr 21. Mai 2010, 9:39 
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Ich übe zur Zeit, mit 700-900 WpM zu lesen, mit 400
scheint es auch ein ziemlich gutes Verständnis zu geben,
aber wie viel in %, weiß ich nicht.


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BeitragVerfasst: Fr 21. Mai 2010, 10:41 
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Beiträge: 49
Hallo Julian,

darf ich fragen wie alt du bist und mit welcher Lesegeschwindigkeit
du angefangen hast?

Danke,
Brainlost


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BeitragVerfasst: Fr 21. Mai 2010, 10:44 
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Und vor allem: wie misst man das Textverständnis in %?

Um einen Fragebogen des Textes zu erstellen müsste ich ihn ja vorher mal gelesen haben.

Das fände ich für das tägliche Training ganz interessant


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BeitragVerfasst: Fr 21. Mai 2010, 11:04 
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Superbrain
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@ Brainlost:
Ich bin 14 Jahre alt und hab' mit ca. 200 WpM mit dem Buch
von Wolfgang Schmitz angefangen. Zurzeit lese ich oft
am PC mit einem Presenter, bei dem ich die Geschwindigkeit
einstellen kann. Augenübungen mache ich auch.

@EmoScreamo:

Es gibt einige Tests im Internet, z.B. der:

http://www.schnell-lesen-lernen.ch/comp ... Itemid,82/

Ansonsten müsstest du wahrscheinlich jemanden finden, der
so einen Fragebogen für dich erstellt.


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BeitragVerfasst: Fr 21. Mai 2010, 12:04 
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Registriert: Fr 09. Okt 2009, 10:50
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Hallo Julian,

du scheinst ja eine Leseratte zu sein, stimmts?
Wieviele Bücher hast du denn schon in deinem Leben gelesen?

Meintest du das Buch "Schneller lesen - besser verstehen" von Wolfgang Schmitz ?
Das habe ich mir auch zugelegt, bin aber erst auf Seite 60 (glaube ich).
Ich bin immer sehr gründlich beim Buchlesen.

Wie heisst den das Programm (Presenter), dass du benutzt?

Gruß,
Brainlost


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BeitragVerfasst: Fr 21. Mai 2010, 12:12 
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Superbrain
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Beiträge: 443
Naja, ich lese lieber Berichte im Internet, wie z.B.
auf der Seite von Focus, Spiegel oder Welt der Wunder.
Bücher lese ich seltener, wie viele ich schon gelesen habe,
weiß ich nicht.

-Ja, ich meinte dieses Buch.

Das Programm, das ich benutze, heißt Reasy:

https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/7928/

MfG


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BeitragVerfasst: Fr 21. Mai 2010, 13:21 
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Registriert: Fr 09. Okt 2009, 10:50
Beiträge: 49
Danke, werde ich mal ausprobieren (also Reasy).

Wie fandest du das Buch von Herrn Schmitz?
Also ich bin bislang davon total begeistert!
Aber wie gesagt, ich habe das Buch noch nicht durch!

Gruß,
Brainlost


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BeitragVerfasst: Fr 21. Mai 2010, 21:03 
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Ich fand das Buch auch sehr gut.


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BeitragVerfasst: Sa 12. Jun 2010, 10:43 
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Foren-Neuling

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Lese mit ca. 500 Wörtern pro Minute seit einem Speedreading Seminar. Bei mir ist es eher so, dass ich das Lesetempo nicht aus dem Stand erreiche, sondern beginne zu lesen und dann wie beim Auto Gang höher schalten schneller werde. Das liegt auch daran, dass jeder Text und jedes Buch andere Zeilenlängen haben und ich mich immer erst kurz an die Papiersorte und die Texttiefe (Kinderbuch ist leichter als wissenschaftl. Text) gewöhnen muss.

Dass das Schnell-Lesen wieder weggeht, funktioniert seit dem Seminar gar nicht mehr. Ich kann nicht mehr so langsam lesen wie davor und will es auch nicht.


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BeitragVerfasst: So 13. Jun 2010, 5:50 
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Superbrain

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der thread hier ist aber irgendwie auch sehr moderat gewählt mit über 300wpm. So schnell lesen doch viele nach der Grundschule schon permament als schnitt?


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BeitragVerfasst: So 13. Jun 2010, 8:03 
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Superbrain
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Registriert: Do 18. Mär 2010, 16:16
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Stimmt, normalerweise ist eine Geschwindigkeit von
ca. 600 WpM meistens nur mit Methoden vom
Schnelllesen zu erreichen.

Nach der Grundschule liest der Schnitt noch unter
200 WpM.


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BeitragVerfasst: Mo 14. Jun 2010, 22:08 
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Stammgast
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Beiträge: 70
ich muss mir tagtäglich vornehmen schnell zu lesen! Wenn ich mich vor einen Text setze stelle ich mir fragen was ich beantwortet haben möchte, oder was ich wissen möchte danach. Dann nehme ich mir vor, entsprechendes so zügig und sorgfältig zu erreichen wie möglich. Denke ich lese im Durchschnitt 400 Worte/min bei Fachtexten und Lehrbüchern.
ACHTUNG NOTIZEN MACHEN ab bestimmten Lesegeschwindkeiten, reicht die Zeit nicht mehr aus sich alles zu merken. Schnell lesen heißt meiner Meinung nach vor allem, die unwichtigen von den wichtigen Stellen zu unterscheiden und nicht im formel1-tempo durchzuziehen.
Das textverständnis nimmt bei mir bis 400wpm zu, aber schneller behindert bei mir extrem die Merkfähigkeit

Wenn ich Belletristik lese, mach ich das nicht, aber die Lesegeschwindigkeit nam mit der Zeit leicht zu.


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BeitragVerfasst: Mi 07. Jul 2010, 13:08 
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Superbrain

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Beiträge: 780
Ich bin gegenüber SpeedReading etc. sehr skeptisch und halte es, grob gesagt, für Selbstbetrug.

Aus meiner Sicht gründet sich das hohe Interesse und die sehr zweifelhafte, zum Teil fast quasi-religiöse Vermarktung solcher Kurse tatsächlich auf einer Parallele zu religiösen/pseudowissenschaftlichen Themen:

1. Es wird die Verbesserung der eigenen geistigen/höheren Fähigkeiten/Eigenschaften versprochen (dort das Seelenheil, hier Lesegeschwindigkeit und Verständnis; es schwingt dabei aber - bewusst ungesagt - auch oft das Versprechen gesteigerter Intelligenz mit). Weil das einem tiefen inneren Wunsch vieler Menschen entspricht, besteht großes Interesse.

2. Der Unterricht/die "Unterweisung" erfolgt in abgeschlossenen Gruppen.

3. Der verlangte Preis ist im Verhältnis zum Teil sehr hoch.

4. Der Erfolg ist nicht nachprüfbar / ist nur so schwer nachprüfbar, dass ihn keiner nachprüfen will. Folge: Maßstab für die Wirkung ist das eigene "Gefühl". Dass dieses Gefühl aber beim schnelleren Lesen "anders" ist, weil man mehr Informationen aufnimmt (nicht: erinnert/versteht), begünstigt den Eindruck, es habe sich etwas verändert, wobei die Suggestion natürlich dieses anders als besser erscheinen lässt. Es gibt keine Kriterien, was "Textverständnis" bei unterschiedlichen Textarten sein soll, obwohl über das Bestehen unterschiedlicher Kategorein Einigkeit besteht ("Für einen wissenschaftlichen Text würde ich es nicht anwenden.", "Bei einem Roman geht es ganz gut.", ...).

Insbesondere 4. wiegt sehr schwer.

Die Kombination aus 1. und 4. begünstigt die "suspension of disbelief" der Teilnehmer/Leser, weil man dem plötzlich erreichbar scheinenden Ziel der schnellen Verbesserung des eigenen Denkens nahe kommen kann, ohne klar widerlegt zu werden (Gegenbeispiel: Ein Sportler, der frisch aus dem Trainingslager kommt, wird, wenn er seinen Sport danach auch betreibt, nicht lange glauben können, seine Fähigkeiten hätten sich gesteigert , wenn ihm das durch den "reality check" der Konfrontation mit realen Gegner nicht wenigstens ansatzweise bestätigt wird.).

4. bedingt, bzw. eröffnet 3., weil der Wert ohne Meßbarkeit nicht klar feststeht. 1. erleichtert 3., weil man auch gern glauben will, dass es "viel hilft". Viel zu zahlen fällt dann leichter.

1. und 4. ermöglichen 5.: Der Unterricht erscheint als Arcanum, als geheime Wissenschaft, zu der nur der Unterrichtende Zugang hat. Nur er kann die Steigerung der geistigen Fähigkeiten vermitteln. Die "suspension of disbelief" verhindert dabei, dass die "Schüler" einen Wirksamkeitsbeweis fordern. 4. erleichtert zudem das Führen falscher Wirksamkeitsbeweise, weil man einen Effekt leicht vortäuschen kann, wenn die Prüfmethode nicht festgelegt ist. Als aufgeklärter Mensch sollte man sich fragen: Wie sollen die Veranstalter solcher Kurse zu ihrer "Erweckung" gelangt sein, wie haben sie diese "höhere Ebene" erreicht? Sie hatten auch nur Zugriff auf bereits bestehende Informationen.


Solange es in diesem Nebel aus Suggestion, "snake-oil merchants", Pseudowissenschaft und "Gernglauberei" keine wissenschaftliche Klarheit gibt, setze ich selbst einmal das Messer an und behaupte:

Niemand kann mit 700 Wörtern in der Minute und gleichem Textverständnis wie bei normaler Lesegeschwindigkeit lesen.

Widerlegung und Nichtwiderlegung werden beide zum Erkenntnisgewinn beitragen.

Simon


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BeitragVerfasst: Mi 07. Jul 2010, 13:28 
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Superbrain

Registriert: Fr 23. Jan 2009, 5:45
Beiträge: 723
ich glaube mit 700 greifst du da zu niedrig.


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BeitragVerfasst: Mi 07. Jul 2010, 14:19 
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Registriert: Mo 31. Mär 2003, 9:33
Beiträge: 1742
Wohnort: München
Hi Simon,

ich habe seit deren Gründung die deutsche Gesellschaft für schnelles Lesen verfolgt, die definitiv seriös ist und vor allem die wissenschaftliche Forschung über das schnelle Lesen vorantreiben möchte und vernünftige Untersuchungen macht.

Ergebnis ist da schon recht eindeutig, dass 2.000 bis 3.000 WPM bei gleichen Verständnis möglich sind. Vorhandene Untersuchungen zeigen sogar, das bei der ersten Verbesserung am Anfang meist auch das Verständnis noch zu nimmt, wegen größerer Konzentration.

Auch Anne Jones, die in London immer die Schnelllese-WM gewonnen hat, wurde hier mal interviewt und das klang für mich auch sehr glaubwürdig.


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BeitragVerfasst: Mi 07. Jul 2010, 15:35 
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Superbrain
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Registriert: Do 18. Mär 2010, 16:16
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Zitat:
Niemand kann mit 700 Wörtern in der Minute und gleichem Textverständnis wie bei normaler Lesegeschwindigkeit lesen.

Das musst du erst beweisen.


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BeitragVerfasst: Mi 07. Jul 2010, 15:42 
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Superbrain
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Registriert: Do 18. Mär 2010, 16:16
Beiträge: 443
Diese Aussage trifft vielleicht auf Texte mit vielen Fremdwörtern zu,
ansonsten können leichte Texte ohne Probleme mit 700WpM
gelesen werden, wenn man die Techniken beherrscht.


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