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Brainboard - Gedächtnis, Lernen, Mnemotechnik

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 Betreff des Beitrags: Hyperlearning
BeitragVerfasst: Mi 06. Jul 2011, 23:51 
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Registriert: Di 03. Mai 2011, 15:49
Beiträge: 20
Das passt zwar hier nicht wirlich rein. Dennoch möchte ich den Thread an der Stelle starten. Falls ich falsch bin, könnt ihr Moderatoren mich gerne verschieben. Danke.

Gerade bin ich auf folgende PDF gestoßen: http://www.allesgelingt.de/downloads/eb ... lernen.pdf. Bin es noch zwar am durchlesen, aber je mehr ich lese, desto begeisterter bin ich davon. Habt ihr damit oder mit ähnlichen Sachen Erfahrungen sammeln können? Ich finde es interessant :!:


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do 07. Jul 2011, 11:52 
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Superbrain
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Registriert: Mo 23. Nov 2009, 22:10
Beiträge: 186
Wohnort: Wien
ok ich habe erst ein paar Kapitel durchgelesen finde aber bereits das es schrott ist. Der Autor widerspricht sich an vielen Stellen und beantwortet meiner Meinung nach in kaum einem Kapitel die 'Frage' die in der Überschrift steht z.B. Wie arbeitet das Gehirn:

Zitat:
Wenn man mit Hilfe von Mnemotechnik lernt, erhofft man sich, dass die benötigten
Informationen zum richtigen Zeitpunkt aus dem Karton in der Ecke herausspringen.
Der Nachteil liegt hier auf der Hand: wird der Karton nicht mehr gefunden - geht
auch das Wissen, das in ihm verpackt ist, verloren.


Falsch man hofft nicht das die Informationen zum richtigen Zeitpunkt aus dem Karton herausspringen sondern man holt sich aktiv aus dem karton in dem man die Route abgeht.

Zitat:
Die Hyperlernen Methode regt zu eher „chaotischem“ Lernen an. Bei dieser
Methode werden die Informationen nicht in Kartons verpackt oder mit einem
bestimmten Gegenstand verbunden. Es wird ein „Cluster“ oder ein Netzwerk kreiert
das eine bestimmte Struktur besitzt. Beim Aufbau dieser Struktur greift man auf das
ganze vorhandene Wissen zurück und bildet daraus ein Gerüst für das Problem oder
den zu lernenden Bereich


Erkennt hierbei jemand das Paradoxon zwischen chaotisch und strukturell ? ...

Zitat:
Man lernt z.B. eine Formel, die aus mehreren Bestandteilen zusammengesetzt ist, die
Bestandteile erinnern an den Film, den man gestern gesehen hat. Dieser Film knüpft
wiederum an das verknüpfte Wissen aus dem Bereich Geschichte und Physik an. Alles
wird eng miteinander verbunden, weil
zwischen den Informationen Interaktionen
und Parallelen kreiert werden können. In
diesem Konzept wird jede Information mit
jedem anderen Bereich verlinkt. Ebenso ist
das Internet aufgebaut.


Es geht also um Asoziiationen... geht es darum nicht auch bei Mnemotechniken? Wieso behauptet der Autor das "Hyperlerning" wäre das Gegenteil von Mnemotechniken?

Zitat:
Wenn wir lernen, was machen wir dann? Lernt man Buchführung, verbindet man die
einzelnen Informationen meistens nur innerhalb des Faches Buchführung. Das
Wissen wird als einzelnes Paket in eine große Ladung aufgebaut und auf dem LKW
steht Buchführung. Das Gleiche betrifft andere Bereiche: Personalmanagement,
Marketing, Geschichte, Mathematik und so weiter. Genau diese Vorgehensweise ist
FALSCH. Kein Wunder, dass wir in der Prüfung die einzelnen Informationen nicht
abrufen können. Wir wissen zwar, wo der Buchführungs-LKW geparkt hat, aber in
welchem Karton die Definition steckt, die gerade abgefragt wird,wissen wir nicht.
Warum? - Das Wissen wurde nicht verlinkt. Es bestehen nur äußerst begrenzte
Möglichkeiten den Weg zu der Information zu finden.
Verbindet man dagegen die Informationen miteinander - so bestehen unbegrenzt
viele Wege die zur gleichen Information führen.
Natürlich kann man nicht jede neue Information mit jeder anderen aus der
Wissensdatenbank verlinken, aber wenn man neues Wissen mit mehreren Bereichen
verknüpft dann behält man es erheblich länger.


Viel gelaber keine richtige Information nur allgemein bekanntes, der Satz "Beim lernen sollte man das neu erworbene Wissen mit altem Wissen so breit wie möglich verlinken (bzw Asoziiationen schaffen)" hätte auch gereicht.

____________

Das war es für das Kapitel "Wie funktioniert unser Gehirn" (die Zitate sind nur Ausschnitte). In diesem Kapitel wird absolut nichts über die neurologische funktionsweise des Lernens berichtet, ich denke alle die das Buch "Lernen. Gehirnforschung und die Schule des Lebens" von Spitzer gelesen haben stimmen mir zu das es gerade zu schmerzhaft ist so einen Schrott in solch einem Kapitel zu lesen

Übrigens ist der Teil Hyperlerning in 3 Schritten auch toll :) hier mal der Titel von Schritt 1: "Nicht nur Visualisieren sondern Interaktionen bilden!" In dem Kapitel wird erklärt das man sich Bilder vor dem geistigen Auge vorstellen soll etc. eigl das was aus der klassischen Mnemonik bekannt ist obwohl Hyperlerning ja das genaue Gegenteil der Mnemonik ist...

Ich könnte hier ewig weiter machen aber habe besseres zutun als eine schlechte PDF auseinanderzunehmen.

_________________
Grenzen existieren nur in unserem Kopf.


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BeitragVerfasst: Fr 08. Jul 2011, 11:58 
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Superbrain

Registriert: Mo 04. Apr 2005, 14:36
Beiträge: 779
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BeitragVerfasst: So 21. Aug 2011, 22:48 
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Foren-Neuling
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Registriert: Mo 24. Nov 2008, 18:23
Beiträge: 5
Wohnort: Braunschweig
Das PDF Hyperlearning habe ich auch gelesen.
Es ist eigentlich keine schlechte Idee, statt Kartons Kluster zu benutzen.
Die Auflösung zeigt aber, dass am Ende der Karton doch gewinnt.

1) Wenn man das Wort "Bank" abspeichern will, dann würde ich, wenn ich die Lokimethode einigermaßen gut behersche mir ein Routenpunkt suchen und dort eine Bank hinstellen.

2) Wenn ich ich einen Kluster verwende, erzeuge ich ein Brainstorming in meinem Kopf und suche nach dem Wort Bank, um es mit möglichst vielen Informationen in Verbindung zu bringen.
Nehmen wir mal an, ich erzeuge eine Verbindung zwischen Physik und Wirtschaftswesen eine Verbindung mit dem Namen Bank.
Ich imageniere einen Planeten auf dem Geld auf Bäumen wächst und der Planet hat keine Anziehungskraft. Wenn ich damit fertig bin, dann hole ich mir das Thema Biologie, und versuche die Photosynthese des Geldes zu verstehen, wann ist das Geld reif zum pflücken. und so gehe ich weiter von Gebiet zu gebiet und richte meine Aufmerksamkeit auf verschieden Aspekte.

Sicherlich ist es sinnvoll Die zu merkende Information von vielen verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Es kostet aber Energie,
diese Redundanz zu erzeugen.
Das Problem bei uns Menschen ist, dass wir die Aufmerksamkeit immer nur auf ein bestimmtes Aspekt oder Teilgebiet richten können und auch sollten, sonst bringt man vieles durcheinander.

Mit einem Paket hat man die Bank auf einem Routenpunkt fest und man hat auch wirklich nur die Bank und wenn man gut ist, dann setzt man nicht nur die Bank dahin, sondern je nachdem noch eine Route Parallel oder ein Physiklabor, mit Laborinsperimenten mit Affen. Das Wichtigste ist, dass alles noch am Routenpunkt festhält und man statt viele mühsame Verbindungen, nur ein paar braucht und somit das Gleiche nur effizienter lernt.

Das ist meine Meinung

_________________
Die Menschen sind wie Tiere, doch eins können die Tiere nicht, sich etwas vorstellen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hyperlearning
BeitragVerfasst: So 12. Feb 2012, 12:35 
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Foren-Neuling

Registriert: Do 09. Feb 2012, 0:27
Beiträge: 3
Dieser Thread ist zwar schon etwas älter, aber ich möchte ihn trotzdem noch einmal hervorholen.

Ich bin ja gerade dabei, die beste Lerntechnik für mich herauszufinden und ich habe mir auch einmal diese Sache angesehen. Und ich denke, dass es tatsächlich nicht direkt etwas mit Mnemotechnik zu tun hat, sondern vielmehr dem intensiven Verständnis des Stoffes dient. Der Autor geht davon aus, dass sich alle Dinge im Leben irgendwie ähnlich sind. Und um etwas neues zu verstehen, nimmt man sich ein anderes Ding und findet die Ähnlichkeiten. Wenn man sie gefunden hat, kann man das andere Ding weiter untersuchen und kommt so auf Ideen, die man normalerweise gar nicht gefunden hätte.

Wenn ich zB (Bereich Informatik) die Technik der Nachrichtenweitergabe lernen möchte, nehme ich mir das Beispiel (willkürlich einfach ausgesucht) Hundeerziehung. Dann schaue ich mir den Lernstoff an und überlege, welchem Schritt in der Hundeerziehung der jeweils zu lernende Schritt entspricht. Und wenn ich alles so verknüpft habe, kann ich weiter über Hundeerziehung nachdenken und finde so zu meinem Lernstoff völlig neuartige Gedanken, die ein tiefes Verständnis ermöglichen.

Was meint ihr dazu?


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 Betreff des Beitrags: Re: Hyperlearning
BeitragVerfasst: Mo 13. Feb 2012, 20:48 
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Superbrain
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Registriert: Do 28. Aug 2008, 19:19
Beiträge: 649
Wohnort: Tübingen
Dieses eBook gibt es ja schon ultralang im Netz – ich habe es bereits vor Jahren entdeckt.

Es ist nur ein superlanges Paper ohne jegliche Vertiefung und soll wahrscheinlich nur dazu dienen die Bücher von dem Super-Rechtsanwalt :? Christian Grüning (Pat, kennst du den eigentlich???) zu erwerben. Der brüstet sich gerne wie viele Bücher er bereits in seiner Schulzeit gelesen hat (ca. 3.000 Stück mittels SpeedReading blah blah blah).

Das eBook ist für Einsteiger „nett“ :lol: , ansonsten nicht geeignet um die angesprochenen Themen zu vertiefen.

_________________
„Die Leistungsfähigkeit des Hirns nimmt zu, je mehr man es in Anspruch nimmt.“
Alfred Herrhausen (1930-1989), dt. Bankier


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 Betreff des Beitrags: Re: Hyperlearning
BeitragVerfasst: Di 14. Feb 2012, 10:18 
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Superbrain
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Registriert: So 14. Mär 2004, 22:17
Beiträge: 546
Zitat:
Der brüstet sich gerne wie viele Bücher er bereits in seiner Schulzeit gelesen hat (ca. 3.000 Stück mittels SpeedReading blah blah blah).


Sollte er dafür nicht lieber den Begriff HyperReading verwenden? :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Hyperlearning
BeitragVerfasst: Mi 04. Jul 2012, 17:47 
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Registriert: Mi 04. Jul 2012, 17:04
Beiträge: 1
Hey! Das PDF habe ich schon vor einigen Jahren online gefunden und fand es zum Lesen sehr interessant. Ob man aber, wenn man schon gelernt hat auf eine Weise zu lernen, auf diese umsteigen kann, wage ich zu bezweifeln. Aber rein zu Infozwecken ist es super!

_________________
http://hundefuttertests.de/


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