Brainboard - Gedächtnis, Lernen, Mnemotechnik

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 Betreff des Beitrags: Schieb das Schaf (O. Geisselhart)
BeitragVerfasst: Fr 17. Feb 2012, 15:30 
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Dank geschickter Marketingmaßnahmen zur Einführung gerade in den Amazon-Listen ganz oben ist ein Buch von Geisselhart.
"Schieb das Schaf". Es ist eine Anwendung der Schlüsselwortmethode für das Lernen von Englischvokabeln mit über 1000 Beispielen. Hat schon jemand reingeschaut?

Amazon-Link: http://amzn.to/w669Jg


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BeitragVerfasst: Fr 17. Feb 2012, 17:32 
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Einen Satz wiederhole ich in meinen Seminaren sehr, sehr häufig:

"Eure Fantasie ist immer besser als die meinige!"

In dem als Vokabelheft aufgemachten Buch englisch - deutsch ist zusätzlich noch eine Erklärung mittels Ersatzwortmethode. Die Begriffe sind nicht anspruchsvoll, komplizierte Vokabeln eher Mangelware. Einige Beispiele: Wind = wind (hört sich im Deutschen genauso an) oder der Buchtitel: Schaf = sheep (wir schieben ein Schaf).

Spätestens jetzt reiht sich Oliver Geisselhart in die Riege - wir hatten schon über einen Kollegen aus einem Nachbarland und dessen deutsche Kopie gesprochen - ein, die Mnemotechnik als Produkt verkaufen. Marketing vor Inhalt!

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Jens Seiler - Jens der Denker
Die Magie des Denkens
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BeitragVerfasst: Fr 17. Feb 2012, 18:49 
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Boris hat geschrieben:
In den Amazon-Listen ganz oben … Hat schon jemand reingeschaut?
Ich hab’s vor kurzem auch gesehen. Werde mir es aber nicht kaufen - ganz einfacher Grund: Wie Jens schon gesagt hat, wenn man sich selbst ein Schlüsselwort ausdenkt bleibt das meiner Ansicht besser haften, als ein „vorgekautes“. Das nennt sich glaub in der Psychologie „Tiefe der Verarbeitung“, aber ich bin ja leider Fachfremd ;-)

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„Die Leistungsfähigkeit des Hirns nimmt zu, je mehr man es in Anspruch nimmt.“
Alfred Herrhausen (1930-1989), dt. Bankier


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BeitragVerfasst: Fr 17. Feb 2012, 22:37 
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Das Buch habe ich noch nicht in Händen.

Nur allgemein: Die Kritik an vorgegeben Schlüsselwörtern würde ich mehr und mehr zurückweisen. Habe mir in den letzten Wochen memrise.com genauer angeguckt und finde das super! Habe mir seit Jahresanfang mehrere hundert spanisch Vokabeln sowie chinesische Schriftzeichen samt Pinyin damit eingeprägt. Natürlich passen mir die Vorschläge nicht immer, aber oft sind supergute Ideen dabei und da brauche ich mir nichts eigenes ausdenken.


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BeitragVerfasst: Sa 18. Feb 2012, 13:41 
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Gute Schlüsselwörter sind durchaus was wert. Zur Not als Anregung. Ich bevorzuge eigentlich einen Mischansatz. Memrise könnte dafür ideal sein. Ich hab angefangen mit Memrise, und es ist wirklich nett. Ich hab allerdings noch große Skepsis weil ich glaube, Chinesisch ist nicht ohne "Drill" erlernbar. Gerade das schreiben der Zeichen ist unerlässlich, wenn man mit komplizierten Zeichen umgehen will.

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BeitragVerfasst: Fr 24. Feb 2012, 22:28 
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hallo zusammen,
mein name ist oliver geisselhart (http://www.teamgeisselhart.de). ich bin der autor von "schieb das schaf" (zusammen mit helmut lange). habe gerade entdeckt, dass hier schon darüber diskutiert wird. da mach ich mit, dachte ich mir.

als vortragsredner, keynote speaker, höre ich seit 20 jahren das klagelied der teilnehmer. vokabeln und auch namen seien doch so schwierig zu verbildern. nicht jeder will und/oder kann ein 2-3-tages-seminar besuchen (weil oft zu teuer) und voll in die gedächtnistechnik eintauchen. "schieb das schaf" (€ 12,99) wurde für absolute normalos, anfänger, geschrieben (habe den eindruck, die meisten hier sind brainmäßig zu fit um sich mit literatur für otto-normal-verbraucher zu beschäftigen). die bekommen die verbilderungen auch von einfachen vokabeln nur mit mühe und viel zeit hin. diese mühe und die zeit wollen und/oder können nicht alle investieren. deshalb habe ich diesen menschen die arbeit abgenommen und ein englischvokabel-behalt-buch geschrieben. es enthält ca. 1.500 fertig verbilderte und mit der übersetzung verknüpfte vokabeln. nicht alle bilder sind supi-dupi und das buch hat keinen anspruch auf komplettheit. kann es ja auch gar nicht bei nur 1.500 vokabeln. jedoch habe ich es in etlichen vorträgen getestet. und es funktioniert. es will nicht jeder ein gedächtnissportler werden. die meisten wollen einfach schnell englischvokabeln behalten, nicht lernen!!! und dafür bzw. für diese menschen, gibt es "schieb das schaf". nebenbei trainieren die ja dann doch. denn wer weit über 1.000 vorgefertigte verbilderungen intus hat, kommt sicherlich besser mit dem verbildern klar als vorher.

schaut euch doch die page dazu mal an: http://www.schieb-das-schaf.de/

zusätzlich wird in der einleitung auch generell beschrieben, wie das mit anderen sprachen funktioniert. auch weise ich ausdrücklich darauf hin, dass eine mittelmäßig selbst kreierte verbilderung besser als eine gute fremde ist.
ABER: EINE MITTELMÄßIG FREMDE VERBILDERUNG IST DEUTLICH BESSER ALS ÜBERHAUPT KEINE EIGENE!!!!!!!!!!!!

wer es bei amazon anschauen oder bestellen will:
http://www.amazon.de/Schieb-das-Schaf-W ... ferfolg-21

bei mir im büro trudeln jedenfalls täglich positive mails ein. glaube einfach, dass genau sowas gefehlt hat. deshalb ist das spanisch-buch "pamela mit strohhut" (strohhut/damenhut heißt auf spanisch pamela) auch schon fast fertig. ihr dürft nicht enttäuscht sein von den leuten. nur weil viele von ihnen keine lust haben selber zu verbildern.

JENS, du alter denker, hier noch was für dich: warum nimmst du als beispiel gerade "wind"? und: hast du dafür denn ein besseres bild? wie würdest du dir "wind" oder "bush" merken??? übrigens ist das bild für schaf doch klasse. und witzig! und dann gibt es ja noch andere beispiele.

so, genug geschrieben. unten findet ihr noch ein paar beispiele. also tschüss, bis bald mal vielleicht
euer
oli geisselhart

hier mal ne kleine auswahl:

artificial [aːtiˈfiʃl] [ahtifischl] künst¬lich; Bild: Du hascht aber artige Fischle (schwäbisch) in dei‘m Aquarium. Kein Wun¬der, die sind ja künschtlich.

attention [əˈtenʃn] [ätenschn] Auf¬merksamkeit, Vorsicht;. Bild: Vorsicht, er trägt ä tännschn (sächsisch für „ein Tännchen“).

apprentice [əˈprentis] [äprenntis] Lehrling; Bild: Der Lehrling hat mit feuergefährlichen Dingen in der Schreinerei gespielt. Nun steht er da und sagt: „Ab brennt is“.

bond [bɔnd] [bond] Fessel, fesseln; Bild: James Bond be¬freit eine schöne Frau von ihren Fesseln oder fesselt sie.

boil [bɔil] [boil] kochen; Bild: Das Wasser macht beim Kochen Beulen.

bride [ˈbraid] [braid] Braut; Bild: Die Braut ist schon vor der Trauung bride (breit = be-trunken).

bridge [bridʒ] [britsch] Brücke; Bild: Statt einer Brü¬cke liegt eine Pritsche über dem Bach.

breakfast [brekfəst] [bräkfest] Frühstück; Bild: Nachdem Frühstück, fangen alle zu kotzen an. Es wird ein richtiges Brechfest.

bullet [ˈbʊlit] [bulit] Gewehr¬kugel; Bild: Statt Ge¬wehrkugeln kommen Buletten aus dem Gewehrlauf.

carpenter [ˈkaːpintə] [kahpentä] Zimmermann; Bild: Ein Zimmermann mit typischer Zimmermannskleidung (Schlaghose, Hut usw.) liegt im Auto und schläft. Wo ist der Zimmermann? „Im car pennt er!“

carter [ˈkaːtə] [kahtä] Fuhrmann; Bild: Ein Fuhrmann ist jemand, der damals mit Pferde- oder Ochsenwagen Waren transportierte. Heute macht das ein (gestiefelter) Kater. Bild: Jimmy Carter (amerikanischer Präsident) als Fuhrmann.

chain [tʃein] [tschäin] Kette; Bild: Tarzan schenkt Jane eine Kette.

cheese [tʃiːz] [tschihs] Käse; Bild: Mit einer Kanone wird ein Käse wegge¬schossen: Das Kom¬mando für den Ab¬schuss heißt: "Schieß Käse!" Bild: Jemand schießt Löcher in den Käse.

chicken [ˈtʃikin] [tschikn] Huhn; Bild: Das Huhn muss sich schicken, um in den Hühnerstall zu kommen (wird wahr¬scheinlich vom Hahn verfolgt).

coat [kəʊt] [kout] Mantel; Bild: Auf dem Mantel ist ein Haufen Hundekot.

coffin [ˈkɒfin] [kaffin] Sarg; Bild: Ein Mann trinkt zu viel Kaffee mit Coff(e)in und fällt di¬rekt in den Sarg.

cloud [klaʊd] [klaud] Wolke; Bild: Man fragt sich, wer bei strahlend blauem Himmel die Wolken geklaut hat.

comfort [ˈkʌmfət] [kamfet] Bequemlichkeit; Bild: Von zuviel Bequemlichkeit kommt Fett.

coward [ˈkaʊəd] [kauäd] Feig¬ling; Bild: Ein Feigling (jeder kennt einen oder ist selber einer) hat sich wie ein Fötus zusammengekauert.

cruise [kruːz] [kruhs] Schiffs¬reise; Bild: Mit Tom Cruise (Schauspieler) auf einem Traumschiff eine Schiffsreise machen.

culprit [ˈkʌlprit] [kalprit] Angeklagter; Bild: Der Angeklagte wird beschuldigt, weil er auf einem Kalb ritt.

cup [kʌp] [kap] Tasse; Bild: Die Tasse steht auf einer Basballkappe.

customer [ˈkʌstəməʳ] [kastamä] Kunde; Bild: Im Rei¬sebüro: "Guten Tag, ich möchte gerne mal ein Gast am Meer sein. “Natürlich, der Kunde ist ja schlie߬lich König".

digger [ˈdigəʳ] [diggä] Bagger; Bild: Ein dicker Mann sitzt in einem Bagger.

_________________
Oliver Geisselhart
Gedächtnistrainer
Stolzestr. 15
44139 Dortmund

0231/ 95 25 67-92
info@kopferfolg.de
www.kopferfolg.de


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BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2012, 1:39 
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Ich finde die Idee besonders für Schüler in den Anfangsjahren nicht schlecht, wenn sie Probleme in Englisch haben und wenig Selbstvertrauen in ihre Lernfähigkeit in diesem Fach.
Auch für andere Sprachen würde ich mir solche Bücher für den Grundwortschatz und vielleicht auch Spezialwortschatz (Latein: die Originallecktüren!) wünschen.
Vielleicht weitergehend auch noch mit Eselsbrücken zu vertrackten Schreibweisen.

Insbesondere geeignet ist solch ein Buch für Menschen, die erst loslegen können, nachdem sie VIELE Beispiele kennengelernt haben.
Dafür gibt es ja im Englsichen die Bücher von Harry Lorayne; ähnliche Bücher auf Deutsch finde ich nicht überflüssig!

LG
Frederica


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BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2012, 19:43 
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Andi hat geschrieben:
Hallo Herr Geisselhart, zuerst einmal herzlich willkommen hier im Forum. Ich finde es super, dass Sie hier als Autor mitdiskutieren wollen.

Da wäre ich mir noch nicht so sicher ... Ich warte lieber noch ein bissl.

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Carpe diem et noctem ...


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BeitragVerfasst: So 26. Feb 2012, 12:49 
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Mit Englisch ist das wirklich so ne Sache. Ich kann da nicht mitreden, ich hab nie englische Vokabeln explizit gelernt, und bei anderen Sprachen bevorzuge ich, für jedes Wort erstmal kein Bild zu verwenden und erst wenn ich merke dass ich es gerne vergesse, bau ich mir ein Bild dazu. Das spart Arbeit und verkürzt glaube ich die Zeit zwischen "Wort neu lernen" und "Wort aktiv verwenden". Das was mir gerne durch die Lappen geht ist bei bestimmten Sprachen die Rechtschreibung.

Viele von uns sind fast auf dem Niveau von Englisch-Muttersprachlern und daher kommen uns diese Vokabeln trivial vor. Für ältere Menschen vor der Internetgeneration, die Englisch noch nicht so gut beherrschen, sind diese Vokabeln viel weniger trivial.


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BeitragVerfasst: Mo 27. Feb 2012, 14:04 
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Hallo,

ich habe den Thread aufgeteilt.
Das Thema Nutzen, Unnutzen, Sinn oder Unsinn von Gedächtnistraining im Allgemeinen und Gedächtnistrainern im Besonderen hat mir diesem Buch gar nichts zu tun.


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BeitragVerfasst: Mo 27. Feb 2012, 14:39 
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Kurzrezension:

Inhalt und Zielgruppe: Hat Oliver Geisselhart ja oben bereits zusammengefasst. Es ist nach kurzer Einführung vor allem ein Wörterbuch für Mnemotechnikbilder der englischen Sprache.

Struktur: Nach einer ganz kurzen Einführung geht es gleich los. Die ersten 100 Vokabeln werden in zehner Blöcke aufgeteilt vorgeführt und beschrieben. Danach folgt der "Lexikonteil": Dieser ist alphabetisch nach dem Englischen aufgebaut. Zu jeder Vokabel gibt es offizielle und deutsche Lautschrift und ein Merkbild. Vereinzelt sind diese durch schwarz-weiß Abbildungen illustriert. Danach gibt es noch einmal die Liste aller enthaltenen Begriffe nach dem deutschen sortiert. Zum Abschluss drei Seiten Grammatiksprüche.

Bewertung: Ich finde das Buch gut! Es erfüllt genau den Zweck der Zielgruppe viele Bilder zu liefern. Fast alle Bilder sind nachvollziehbar und verständlich. Wer noch nie irgendetwas mit Gedächtnistechniken ausprobiert hat, wird sich trotzdem die allermeisten Begriffe merken können. Und ich denke schon, dass dies viel dabei hilft dann auch selbst auf Ideen für Vokabeln zu kommen, die nicht enthalten sind. Oder wenn man eine andere Sprache lernen möchte. Man hätte die Leser dazu noch etwas mehr ermutigen können.

Wie nutzen: Ich denke die meisten Leser werden sich die Einführung und die ersten 100 textuell beschriebenen Vokabeln durchlesen und dann mal über den Rest drüber blättern und sich einzelne anschauen. Ein Nachschlagewerk ist es sicher nicht, soll es aber auch nicht sein. Wer Kinder hat die gerade Englisch lernen, hat sicher mehr direkte Anwendungen als erwachsene Lerner, die vermutlich mehr im Berufsumfeld lernen. Auch wenn man Englisch schon gut kann wird man sicher ein paar Begriffe entdecken, die man noch nicht kennt und kann dann die Bilder nutzen.

Also für wen? Wer richtig fit ist im Englischen wird natürlich wenige neue Begriffe lernen und dadurch vielleicht auch zu wenig von der Methode mitbekommen. Mit dem durchschnittlichen Englisch der deutschen (damit meine ich nicht Studenten) wird man viele Begriffe entdecken oder wiederentdecken. Und auch wer vom Bilder denken und der Schlüsselwortmethode mal gehört hat, aber noch nicht weiß ob oder wie das funktionieren soll, wird viele Anregungen finden.

Was ich nicht gut finde: Natürlich ist Oliver Geisselhart auch ein Marketingprofi. Das zeigt ja auch der Supereinstieg bei Amazon. Dazu gehört dann wohl auch die ansich uralte Technik nach den Autoren "LaGeiss"-Technik zu nennen. Da finde ich auch, dass das nicht sein muss - oder das man wenigstens dazu schreiben könnte, dass die Methode an sich als Schlüsselwortmethode bekannt ist.

Fazit: Von den Profis hier finde ich die Kritik schon überraschend. Einerseits werden mehr Mnemotechnikanwendungen gewünscht, aber wenn dann eine kommt, ist die zu trivial? Ich sehe das anders und gebe dem Buch 4/5 Sterne für die Zielgruppe.

Alternative: Online-Konkurrenz bekommt das Buch vom schon genannten memrise.com - dort gibt es auch eine Datenbank "Englisch für Deutsche" und jeder Kritiker kann seine eigenen Bilder eintragen und vorhandene bewerten. Als Buch ist mir nichts vergleichbares bekannt.


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BeitragVerfasst: Mo 27. Feb 2012, 19:43 
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Boris hat geschrieben:
Hallo, ich habe den Thread aufgeteilt.
Das Thema Nutzen, Unnutzen, Sinn oder Unsinn von Gedächtnistraining im Allgemeinen und Gedächtnistrainern im Besonderen hat mir diesem Buch gar nichts zu tun.
Ich finde ein Link muss hier aber unbedingt her: http://www.brainboard.eu/phpbb/viewtopic.php?f=15&t=2902

Das mag ja durchaus nicht zu diesem Themenbereich passen aber diese Passage aus meinem Beitrag schon, da geht es ja explizit um den Inhalt:
Oliver Geisselhart hat geschrieben:
deshalb habe ich diesen menschen die arbeit abgenommen
Das ist ja schön und sehr freundlich. Was machen aber Schüler die nicht gerade die 1.500 Vokabeln aus ihrem Buch sich aneignen müssen bzw. Sprachenlerner die nicht Englisch sondern etwa Spanisch pauken? Ihnen fehlt das Rüstzeug genauer gesagt die nötige „Tiefe der Verarbeitung“ (wie von mir oben beschrieben), um selbstständig in ihrem Lernverhalten zu werden.
Oliver Geisselhart hat geschrieben:
es will nicht jeder ein gedächtnissportler werden. die meisten wollen einfach schnell englischvokabeln behalten, nicht lernen!!!
Warum möchten diese Personen Englischvokabeln behalten, wenn sie die Sprache nicht lernen wollen??? Ja klar für Vokabeltests etwa, aber wozu dienen solche Tests? Spätestens in der Oberstufe reichen solche kurzfristeigen Lernerfolge nicht mehr, um das Abi zu schaffen. Bei uns gab es ab der Oberstufe gar keine Vokabeltests mehr, geschweige denn eine Sprache ohne Grammatik (nur mit Wortschatz) zu lernen - unmöglich.

Oliver Geisselhart hat geschrieben:
hier mal ne kleine auswahl:

breakfast [brekfəst] [bräkfest] Frühstück; Bild: Nachdem Frühstück, fangen alle zu kotzen an. Es wird ein richtiges Brechfest.

cheese [tʃiːz] [tschihs] Käse; Bild: Mit einer Kanone wird ein Käse wegge¬schossen: Das Kom¬mando für den Ab¬schuss heißt: "Schieß Käse!" Bild: Jemand schießt Löcher in den Käse.

chicken [ˈtʃikin] [tschikn] Huhn; Bild: Das Huhn muss sich schicken, um in den Hühnerstall zu kommen (wird wahr¬scheinlich vom Hahn verfolgt).

attention [əˈtenʃn] [ätenschn] Auf¬merksamkeit, Vorsicht;. Bild: Vorsicht, er trägt ä tännschn (sächsisch für „ein Tännchen“).

cloud [klaʊd] [klaud] Wolke; Bild: Man fragt sich, wer bei strahlend blauem Himmel die Wolken geklaut hat.

comfort [ˈkʌmfət] [kamfet] Bequemlichkeit; Bild: Von zuviel Bequemlichkeit kommt Fett.

cruise [kruːz] [kruhs] Schiffs¬reise; Bild: Mit Tom Cruise (Schauspieler) auf einem Traumschiff eine Schiffsreise machen.
[/quote]Entschuldigen Sie, aber ich finde die Wörterauswahl hier nur lächerlich. :evil: Warum?

1. Wer schon einmal bei McDonald’s war weiß automatisch die ersten drei Wörter und braucht sich nicht so umständliche Schlüsselwörter konstruieren. Attention ist ebenso im kollektiven Sprachgebrauch angekommen wie cruise – spätestens nach dem Untergang der Costa Concordia. Cloudtechnologie besitzen die neuen VirensoftwareZ ;-) und „comfort“, naja, ich weiß nicht ob sie den Leser damit nicht ein wenig für dumm verkaufen wollen. :evil:

2. Es gibt für viele Wörter die eine doppelte Bedeutung haben, hier allerdings weder erwähnt sind und meist nur in einem Satzgefüge richtig gelernt werden können.
Z.B: „artificial“ kann auch „unecht“ bedeuten ebenso wie „fake“ (auch gefälscht/unecht/falsch). Bei folgendem Satz würde man aber „fake“ benutzen und nicht „artificial“: I knew the ID was fake as soon as I looked at it.
Oder hier: Attention kann auch Behandlung/Versorgung bedeuten und nicht nur Aufmerksamkeit.
Oder: „bridge“, hat mehrere deutsche Bedeutungen: z.B. die Brücke im zahnmedizinischen Sinne, der „Steg“ bei einer Geig bzw. Gitarre bzw. das gleichnamige Kartenspiel.

Daher mein Fazit:
Es nettes Büchlein (laut Ihrer Beschreibung) für Einsteiger die gerne ein Schlüsselwort zu logisch beziehbaren Wörtern (etwa „comfort“) habe wollen :shock: ohne dabei die Schlüsselworttechnik zu verinnerlichen, um diese auf wirklich schwierige Fremdwörter zu duplizieren. Eine Einnahmequelle für Jemanden der mit der Materie eher Geldverdienen möchte, als dass er diese aus Leidenschaft betreibt.

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Alfred Herrhausen (1930-1989), dt. Bankier


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BeitragVerfasst: Mo 27. Feb 2012, 20:47 
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Ich habe mir die Leseprobe zu „Schieb das Schaf“ mal angesehen, jedoch kauf ich das Buch definitiv nicht, denn ich empfinde es für mich persönlich als reine Geldverschwendung.

Zitate aus dem Inhalt nach dieser Leseprobe: http://www.m-vg.de/mediafiles/article/p ... -258-8.pdf
Schieb das Schaf, S. 5 hat geschrieben:
100, 200 und mehr Vokabeln in nur einer Stunde lernen … Das heißt: Das schaffen Sie nie mit den Lerntechniken, die Sie in der Schule beigebracht bekommen haben.
Ein Versprechen das Herr Geisselhart sicherlich in seinen Vorträgen schon verifiziert hat. :lol:

Schieb das Schaf, 6 hat geschrieben:
Die einzige Voraussetzung ist: Sie sollten geistig normal gesund sein.
… oder eben ein Savant :lol:

Schieb das Schaf, S. 9 hat geschrieben:
a.m. [ei [äiäm] vormittags; Abkürzung von ante meridiem; Bild: Am Morgen; man kann es sich aber auch so merken, dass das »a« im Alphabet vor dem »p« kommt, der Vormittag kommt ja auch vor dem Nachmittag. Nachmittags heißt nämlich post meridiem (p.m.).
Steht in jedem Klett Grundwortschatz so drin, sehr oft sogar mit dem Erinnerungsbeispiel, spätestens bei den False friends.

Schieb das Schaf, S. 9 hat geschrieben:
aboard ….. abort
Sind direkt untereinander positioniert. Ganz schlecht!!! Fehler sind durch fast gleiche Aussprache bzw. ähnliche Schreibweise vorprogrammiert. Durch das fehlen eines englischen Beispielsatzes ist eine eindeutige Sinnzuordnung für die „Zielgruppe“ fast unmöglich. :evil:

Schieb das Schaf, S. 9 hat geschrieben:
acanthus = Bärenklau
Aha gehört laut Herrn Geisselhart wohl zum allgemeinen Wortschatz, besonders für die Zielgruppe 5-12. :evil: :evil: Welch ein Blödsinn :evil: :evil: Gibt’s da nicht auch ein gleichnamiges Hotel in München, Boris?

Schieb das Schaf, S. 9 hat geschrieben:
add (to)
Da gibt es so viele Unterbedeutungen da die Grundform nicht ableitbar ist – schon gewagt nur eine Bedeutung heraus zu fischen.

Schieb das Schaf, S. 10 hat geschrieben:
sloven
Da kommt mir aber eine ganz andere Bedeutung als „ungepflegte Person“ in den Sinn und das ist leider nicht Jugendfrei. :twisted:

Schieb das Schaf, S. 10 hat geschrieben:
spare [speər] [speä] übrig haben … spares [speərs] [speäs] Ersatzteil;
Ganz schlecht, wenn der Plural direkt darunter steht, dem Singular aber eine andere Bedeutung zugeschrieben wird. Sorgt sehr für Verwirrung, besonders bei Geisselharts bezeichneter „unwissender“ Zielgruppe.

Was soll die Spalte „Deutsch – Englisch“, wenn kein Verweis zu finden ist, wo die Schlüsselwörter auf welcher Seite stehen?
Weiteres Problem, wie bereits beschrieben, die Doppeldeutung der Wörter. Ohne englisches Satzgefüge keinerlei richtiger Sinnzusammenhang.

Sorry, aber ich finde das Buch immer noch nicht gelungen.

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BeitragVerfasst: Mo 27. Feb 2012, 22:23 
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CAIROS hat geschrieben:
Spätestens jetzt reiht sich Oliver Geisselhart in die Riege - wir hatten schon über einen Kollegen aus einem Nachbarland und dessen deutsche Kopie gesprochen - ein, die Mnemotechnik als Produkt verkaufen. Marketing vor Inhalt!

Die „deutsche Kopie“, mein alter ego also, fragt sich, ob „Cairos“, der bekannte Gedächtnistrainer Jens der Denker also, das Buch (Mnemotechnik im Unterricht) überhaupt kennt oder ob er nicht vielmehr eine Kopie der Meinung eines anderen Kommentators wiedergibt, der das Buch zwar auch nicht, aber wenigstens die freundliche Rezension Ulrich Voigts gelesen, doch leider irgendwie falsch verstanden hat. Eher nicht! Der Vorwurf, es ginge hier eher um Marketing als um Inhalt, ist echt absurd.

Wenn ich die Beispiele anschaue, die Oliver Geisselhart hier selbst aufgeführt hat, empfinde ich es als höchst ehrenwert, mit ihm in einer „Riege“ zu stehen. Allerdings aus einem anderen Grund: Ich fände es toll, wenn möglichst viele Fremdsprachenlehrer in unseren Schulen die Ideen dieses Autors adaptieren und auf die Arbeit mit ihren Schülern übertragen würden, damit diese die Freuden der Eselwelt kennen, schätzen und leben lernen. Allein das Erlernen der Technik (hier die der Schlüsselworte) ist eine elementare geistige Leistung und die selbstständige Umsetzung alles andere als das bloße Kopieren einer fremden geistigen Leistung. Was das wirklich ist, weiß man ja spätestens seit der Erfindung des Verbs guttenbergen. Hier geht es um etwas ganz anderes: Mnemotechnik gehört in jede Schule. Es ist wertvolles Wissen und Können, das es zu sozialisieren gilt. Darum geht es. Oliver Geisselhart trägt dazu mit seinem Buch bei und ich (ein ganz klein wenig) mit meinem.

Ich denke im Übrigen, dass die ganze Mnemotechnik nur funktionieren kann, wenn man bereit ist, eine Menge fremder geistiger Leistungen zu lernen, ihre Anwendung zu trainieren. Ein Mnemotechniker steht gewissermaßen auf fremden Schultern, und ganz weit unten steht atlasgleich der sagenumwobene Simonides von Keos. Mit Verdächtigungen und Unterstellungen sollten wir, die Eselsbrückenbauer unter sich, so denke ich, besser etwas zurückhaltend sein, sich vielleicht an Gustav Heinemann erinnernd, der mahnte, wer mit dem Finger auf andere zeige, solle daran denken, dass dabei drei Finger seiner Hand auf ihn selbst zurückweisen.

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Zu allen wirklichen Abenteuern gehört, dass man einen Schatz sucht.
David Loye


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BeitragVerfasst: Di 28. Feb 2012, 21:20 
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Horkas hat geschrieben:
CAIROS hat geschrieben:
Spätestens jetzt reiht sich Oliver Geisselhart in die Riege - wir hatten schon über einen Kollegen aus einem Nachbarland und dessen deutsche Kopie gesprochen - ein, die Mnemotechnik als Produkt verkaufen. Marketing vor Inhalt!
Die „deutsche Kopie“, mein alter ego also, fragt sich, ob „Cairos“, der bekannte Gedächtnistrainer Jens der Denker also, das Buch (Mnemotechnik im Unterricht) überhaupt kennt oder ob er nicht vielmehr eine Kopie der Meinung eines anderen Kommentators wiedergibt, der das Buch zwar auch nicht, aber wenigstens die freundliche Rezension Ulrich Voigts gelesen, doch leider irgendwie falsch verstanden hat. Eher nicht! Der Vorwurf, es ginge hier eher um Marketing als um Inhalt, ist echt absurd. .
Äh, mit „deutsche Kopie“ ist glaube ich jemand anderes gemeint als du Horkas???? Oder heißt du mit Vornamen Markus??????
Ich habe deine Beiträge leider nicht mit voller Intensität, wie etwa andere, verfolgt. Bist du der Autor von „Mnemotechnik im Unterricht“. Es wäre auch hilfreich, wenn du hier nicht unter einem Pseudonym schreiben würdest, bzw. dich vorstellen könntest etwa hier: viewtopic.php?f=8&t=2870 Ansonsten entstehen dadurch nur Missverständnisse, wie oben. Danke.

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BeitragVerfasst: Di 28. Feb 2012, 22:08 
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Andi hat geschrieben:
Bist du der Autor von „Mnemotechnik im Unterricht“. Es wäre auch hilfreich, wenn du hier nicht unter einem Pseudonym schreiben würdest. Ansonsten entstehen dadurch nur Missverständnisse, wie oben. Danke.


Bitte sehr: viewtopic.php?f=15&t=2692

und ganz am Ende des Themas: viewtopic.php?f=20&p=22015#p22015

Vielleicht klärt das die Missverständnisse. So wie ich heute die Usancen dieses Boards verstehe (im Vergleich zu meinem Start) gebe ich dir recht.

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BeitragVerfasst: Mi 29. Feb 2012, 4:23 
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Ich finde man sollte es mit der Quellenforschung und -Ehrung nicht übertreiben. Gerade in der "Geisteswissenschaft", und da ist die Mnemotechnik nicht mal wirklich wissenschaftlich, beschäftigen sich Autoren teilweise zu gerne mit den Quellen und zu wenig mit konkreten Anwendungshinweisen. Quellenarbeit ist ja noch das objektivste an so etwas. Ich fände es ethisch schwer vertretbar eine Methode als meine eigene auszugeben und zu benennen, aber das muss der Herr Geisselhardt mit sich selbst klären.

Marketing... Also zunächst habe ich Verständnis, dass Anbieter Marketing betreiben müssen. Wenn sie etwas erreichen wollen, für möglichst viele Zuschauer, dann müssen sie wirtschaftlich Erfolg haben. Leider bekommt nicht der frühe Vogel den Wurm, und auch nicht der Vogel mit dem längsten Schnabel, sondern der mit dem lautesten und hübschesten Gesang. Und so hat die Fähigkeit, ein Seminar zu verkaufen, recht wenig mit der Qualität des Seminars zu tun. Ein sehr gutes Seminar erzeugt vielleicht mehr Referenzen, aber ein potentieller Kunde kann ein Seminar nicht objektiv einschätzen. Natürlich wird der Seminaranbieter versuchen, ihn zu überzeugen, und das auch so objektiv gestalten wie möglich.

Es gibt also gute Seminare und saumäßig schlechte Seminare, vermutlich auch viele dazwischen. Woher soll der Kunde wissen was er bekommt? Auf den ersten Blick meint man ja, man könnte sowas objektiv beurteilen, aber bei genauem Hinsehen ist es schlicht unmöglich die Kompetenz einer Fachkraft zu beurteilen, wenn man keine Ahnung vom Fach hat. Zum Beispiel Patienten und Patientenbesitzer(Tiermedizin) haben keine Chance die Kompetenz eines Arztes abzuschätzen. Sie glauben sie können das. Aber wenn man genau nachfragt, schauen die auf Geschlecht, Haarfarbe (Alter), Selbstbewusstsein und Behandlungserfolg. Mit objektiver Bewertung hat das natürlich nichts zu tun....


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BeitragVerfasst: Mi 29. Feb 2012, 9:51 
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Den einen oder anderen kritischen Kommentar deute ich - so sachlich er auch vorgetragen wurde - eher als eine verständliche Abwehrreaktion ggü. dem Verhalten Geisselharts hier im Forum.

Offenbar hat er sich selbst gegoogelt und ist dann auf diesen Thread hier gestossen. Ein Profi wie er erkennt natürlich die günstige Situation. Günstig heißt in seinem Fall allerdings nicht, dass er sich mit Gleichgesinnten über eine gemeinsame Leidenschaft unterhält (und sich dadurch subtil als Experte positioniert), sondern vielmehr, dass er mit seinem ersten (und vermutlich einzigen) Posting gleich die eigene Werbetrommel rührt. Das hat - sorry - keinen Charme.

Zur Sache selbst: Ein solches Buch kann man schreiben und dadurch auch Nutzen stiften. Letzlich arbeitet Geisselhart ja mit denselben Methoden, die hier im Forum täglich besprochen werden. Die "Schöpfungshöhe" ist meiner persönlichen Meinung nach nicht überragend hoch, aber "Schieb das Schaf" (das Merkbild, nicht das Buch) ist durchaus elegant und ein Austausch über die besten "Eselsbrücken" kann ja interessant sein/werden.

Ein bissl Bauchschmerzen bekomme ich eigentlich nur bei der Vorstellung, dass die armen Sextaner ihr Taschengeld für diese Eselbrücken auf den Kopf hauen sollen. Ich hatte mir daher schon überlegt, das Buch zu kaufen, um dann die 1000 Vokabeln in DocTigers Datenbank zu hacken. Dann stehen diese Bilder kostenlos im Netz und die Kids können sich etwas sinnvolleres vom Geld kaufen (z.B. Esels Welt).

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Carpe diem et noctem ...


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BeitragVerfasst: Mi 29. Feb 2012, 15:23 
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Superbrain
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@AndreasF ich finde Du überschreitest manchmal im Ton die Grenze zur Unsachlichkeit. Ich weiß, ich mache mich dessen auch manchmal schuldig, da es garnicht so einfach ist, die Sachebene nicht zu verlassen, wenn man an einem Thema hängt. Allerdings sollte der Grundsatz gelten "Leben und Leben lassen", es kann auch nicht sein dass wir hier jeden Gedächtnistrainer verbellen nur weil wir nicht von seiner Leistung überzeugt sind.


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BeitragVerfasst: Mi 29. Feb 2012, 16:45 
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@DocTiger

Ich wüßte nicht, wo ich den Pfad der Sachlichkeit in unzulässiger Weise verlassen hätte. Mir wäre auch nicht bewußt, dass Kritik immer sachlich sein muss. Wenn das zu Kritisierende in der Person oder im Verhalten einer Person liegt, ist es doch legitim, das anzusprechen. Du machst mit deinem Hinweis an mich letzlich nichts anderes. Insofern möchte ich deiner Maßgabe, die du dir für mich ausgedacht hast (ausschliesslich sachlich zu kritisieren), nicht folgen.

Ich habe gemerkt, dass sich einige hier auf Geisselhart "eingeschossen" haben. Die Argumente scheinen mir willentlich herbeigedacht und konstuiert. Mein Post ist der Versuch, das Verhalten für mich und ggf. auch andere plausibel zu machen/zu spiegeln.

Vielleicht bin ich auch zu altmodisch, vielleicht auch zu genervt von den ständigen (teilweise plumpen) Werbeaussagen, die man mir (nicht nur hier) an den Kopf wirft: Ich stehe einfach nicht sonderlich darauf, dass Einmal-Poster Ihre Werbeaussagen ins Forum copy&pasten und vermute eben, dass der eine oder andere Kritiker ggf. aus diesem Grund "ranted".

CAIROS z.B. ist aktives Mitglied dieses Forums. Daher habe ich ihn bzw. seine Homepage in meiner "Schatzkiste" - als derzeit einzigen - auch sehr gerne verlinkt und würde seine Leistungen auch ungehemmt promoten ...

Ich nehme mir deinen Hinweis aber zu Herzen und werde zukünftig wohlwollender urteilen oder - im Zweifel - ... nix zu sagen. Vielleicht war ich mit meinem "Beißreflex" doch etwas zu hart ...

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