Brainboard - Gedächtnis, Lernen, Mnemotechnik

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BeitragVerfasst: Mo 28. Jan 2013, 16:19 
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Stammgast

Registriert: Do 03. Jan 2013, 18:24
Beiträge: 59
Hallo!

Ich habe ein Problem bei dem "Wiedereinstieg" in die Mnemotechnik. Ende der 80er Jahre haben wir bei einer guten Deutschlehrerin am Liebfrauengymnasium in Büren /Westfalen auch etwas Mnemotechnik durchgenommen. Neben Primärquellen wie den Mnemotechnischen Abschnitt aus Ciceros "De oratore", wurden Texte zur Geschichte der Mnemotechnik behandelt (Stichworte:
Simonides, Cicero, Thomas von Aquin, Giordano Bruno, v. Arretin, Paris, Yates), aber auch Techniken eingeübt. Als Hausaufgabe mußten wir z.B. eine Route entwickeln, sie mit Lehrinhalten verknüpfen und das Ganze dann beschreiben. Auch das Major-System war Thema. Wir mußten den Code auswendig lernen, wobei wir uns leider selbst zwischen dem Code nach Aimé Paris und einer deutschen Version aus dem 19.Jh. entscheiden konnten; der benutzte Text verglich beide. Natürlich entschied ich mich für die deutsche Version, die sich - wie von Ulrich Voigt in "Esels Welt" dargestellt - auch bei mir persönlich als Sackgasse erwies, zumal ich, als ich dann umlernte, beides durcheinander warf. :cry: Somit nutzte ich nur ab und an die Routenmethode mit Bildern und Geschichten.

Da ich in diesem Jahr vor der Aufgabe stehen werde, viele Fakten zu ermitteln und sie mir dazu noch merken muß, um sie dann zu vermitteln, dachte ich über die besten Wege nach und wurde bei erneuter Lektüre von Sebastian Leitners "So lernt man lernen" gleich auf der ersten Seite an die Mnemotechnik erinnert. Zunächst besorgte ich mir ob des Preises (4€!) ein gebrauchtes Exemplar von Gunther Karstens "Erfolgsgedächtnis", von dem ich ob seiner Konzentration auf den Sport, also auf nur kurzfristiges Behalten etwas entäuscht war. Dann stieß ich auf das Brainboard und gönnte mir "Esels Welt" zu Weihnachten, da ich historisch interessiert bin und praktische Fähigkeiten leichter mit entsprechendem theoretischen Hintergrundwissen erlerne. Während der Lieferzeit stieß ich in einer Buchhandlung auf "Trainiere. Dein. Gedächtnis." von Ulrich Bien. Das Buch beschreibt sich als Übungsbuch für "Einfach. Alles. Merken." Daher bestellte ich mir nun auch dies, um eine Einführung zu haben, die mehr meinem Ziel entspricht als das "Erfolgsgedächtnis".

Wie aus den Rezensionen des Brainboards hervorgeht, ist es,gerade, wenn man daraus lernen will, wichtig die Mängel eines Buchs zu kennen. Da ich keine Rezension zu "Trainiere. Dein. Gedächtnis." gefunden habe, stellt sich mir die Frage, ob das Buch schon von einem
erfahrenen Mnemotechniker gelesen wurde und wie er/sie es beurteilt.

Hinzu kommt die Frage nach weiterführender Literatur, da ich mit Biens und Karstens Büchern genug Einführungen besitzen
dürfte (Ulrich Voigt, "Das Jahr im Kopf" habe ich mir heute morgen bestellt, um ein Beispiel für einen modernes Gedächtnissystem kennenzulernen. Gedächtnissystem benutze ich hier als Ersatz für den überstrapazierten und meist fehlgedeuteten Ausdruck Gedächtnispalast. Und ja, ich gehe da eher etwas zu Generalstabsmäßig heran, da Zeit ein wichtiger Faktor ist.)

Da ich gerade mein Latein auffrische, frage ich mich ob Bunos Werk hierzu als Nachdruck existiert, oder vielleicht sogar online zu finden ist. Da es solches mittlerweile vom "Orbis sensualium pictus" des Comenius gibt, scheint mir auch die folgende Frage nicht ganz naiv: Gibt es gar eine modernisierte Version?

Valete! Und vielen Dank schon mal!

FrASo


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BeitragVerfasst: Mi 30. Jan 2013, 10:54 
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Stammgast

Registriert: Do 03. Jan 2013, 18:24
Beiträge: 59
Da niemand antwortet, kann ich zumindest das in der Einleitung genannte Ziel angeben:

Ulrich Bien schreibt, dass er mit dem Buch auf das Problem eingehen möchte, dass viele nach dem Erlernen von Merktechniken ein Problem haben, diese auf aktuelle Lerninhalte praktisch anzuwenden. Dazu werden die Techniken ohne tiefe Erklärungen auf Lerninhalte angewandt. Es wimmelt von Aufgaben, deren Lösung zumindest angedeutet wird. Auf Quellen für weitere Lerninhalte, zumeist im WWW, wird hingewiesen.

Mehr kann ich erst schreiben, wenn ich es durchgearbeitet habe. Zu einer echten Rezension wird mir allerdings auch dann noch die Erfahrung fehlen, die Kritik sich also auf Verständlichkeit und evt. Praktikabilität beschränken.


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BeitragVerfasst: Mo 08. Jul 2013, 5:13 
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Regelmäßiger Besucher

Registriert: Sa 06. Jul 2013, 17:10
Beiträge: 13
Hallo Fraso,

hast du nun das Buch von Ulrich Bien gelesen/durchgearbeitet? Wäre nett, wenn du deine Meinung zu dem schreiben würdest . Ich bin schon des Öfteren in der Bibliothek an dem Titel des Buches vorbeigegangen und habe das Buch noch nicht gelesen. Jetzt, wo ich mehr Zeit habe, werde ich mich intensiver mit der Mnemotechnik auseinandersetzen und bin neugierig.

Bisher habe ich zum Thema nur das Buch von Günther Karsten (Erfolgsgedächtnis) gelesen und fand es eigentlich als Einstieg in die Mnemotechnik für einen Laien wie mich gut gelungen. Nun möchte ich meine Kenntnisse darin ausbauen und festigen und erfreue mich über Übungsbücher.


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BeitragVerfasst: Sa 07. Sep 2013, 12:11 
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Stammgast

Registriert: Do 03. Jan 2013, 18:24
Beiträge: 59
Leider sehe ich den Post erst jetzt.
Das Buch ist in der Tat am besten als Übungsbuch zu "Einfach. Alles. Merken." vom selben Autor beschrieben. Eine Rezension dazu findet sich auch irgendwo in diesem Unterabteil des Forums. Es teilt dementsprechend Stärken und Schwächen. Biens Bücher hören eigentlich auf, wo es interessant wird. Allerdings geben sie ein gutes Programm zum Exerzieren auf dem Feld der Mnemotechnik. Dies Bild zeigt gleich auf eine weitere Schwäche: Es gibt eigentlich keine Anleitung zu dem eigenen Bedarf. Aber das steht ja auch nicht im Vordergrund.
Wenn man in der Lage ist, selbst zu denken, kann man Biens Bücher mit Gewinn lesen. Allerdings sollte man dann auch noch Esels Welt in die Hand nehmen, um einen Überblick über die Möglichkeiten und die Urheber zu bekommen. Seinen eigenen Stil muss man dann bewusst selbst entwickeln. (Z.B. echte Routen, ausgedachte Routen, Art und Aussehen der Garderoben und deren Aufbau; Wie weit und wozu will man Mnemotechnik anwenden?)


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