Brainboard - Gedächtnis, Lernen, Mnemotechnik

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 Betreff des Beitrags: Buchrezension: Turbolesen
BeitragVerfasst: Di 08. Nov 2005, 16:23 
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Superbrain

Registriert: Di 12. Aug 2003, 19:36
Beiträge: 292
Titel: Turbolesen
Autoren: Rotraut und Walter-Uwe Michelmann
Link: http://www.turbolesen.de

Rezension:
Das Buch räumt mit einigen falschen Annahmen bzgl. des Schnelllesens auf und ist auf jedenfall sehr lesenswert. Die Tipps die gegeben werden scheinen für einige nur "Binsenweisheiten" zu sein, vielleicht muss man aber auch einfach akzeptieren, dass es fürs schnellere Lesen keine bessern Tipps gibt.
In jedem Fall stellt es eine Gegenposition zu Büchern wie FlächenLesen, PhotoReading und SpeedReading dar.


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BeitragVerfasst: Di 08. Nov 2005, 17:23 
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Superbrain
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Registriert: So 14. Mär 2004, 22:17
Beiträge: 551
Zitat:
FlächenLesen, PhotoReading und SpeedReading


Dies sind EXAKT die drei Bücher, die ich über dieses Thema gelesen habe und die mich allesamt anfänglich begeistert haben und letztlich dennoch enttäuscht. Empfiehlst du mir Turbolesen, MacroX? Wenn du meinst, es stelle eine Gegenposition zu den oben genannten dar, dann erscheint es mir lesenswert.

_________________
http://www.memory-sports.com/


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BeitragVerfasst: Di 08. Nov 2005, 18:26 
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Superbrain

Registriert: Di 12. Aug 2003, 19:36
Beiträge: 292
Es geht in diesem Bucher über "schnelleres Lesen", nicht um Schnelllesen (über 1000 WpM).
Mir erscheint das Buch plausibel. Leider habe ich bisher keine wissenschaftlichen Studien zum Thema lesen entdeckt, die unabhängig sind.


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BeitragVerfasst: Mo 16. Jan 2006, 22:44 
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Superbrain

Registriert: So 01. Mai 2005, 13:32
Beiträge: 705
Wohnort: Langen
Hi,

in wiefern unterscheidet es sich von "Effizient und schneller lesen"?

Was wird da genauer beschrieben/erklärt?

Gruß
--->Lesefaul


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BeitragVerfasst: Di 17. Jan 2006, 8:09 
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Stammgast
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Registriert: Mo 14. Jun 2004, 12:21
Beiträge: 90
@ Florian Delle
Das Buch von R. und W. Michelmann sollte unbedingt als "Ernüchterung" zu Scheele & Co gelesen werden!!!!


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BeitragVerfasst: Sa 24. Okt 2009, 6:54 
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Stammgast
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Registriert: Mi 11. Mär 2009, 10:12
Beiträge: 86
Wohnort: Hamburg
Hallo Zusammen,

also ich habe mir das Buch auch angeschaut und finde das erste Kapitel sehr verblüffend, da ich auch schon einige andere "Schnelllese" Bücher angelesen habe.

Im ersten Kapitel wird auf die verschiedensten Techniken, die in fast allen anderen Bücher geprädigt werden, eingegangen und widerlegt.
Das erstaunt mich sehr.

Subvokalistation ist bei ihnen ein Muss. Ohne könne es sogar zu Leseproblemen kommen, so die Michelmanns.

Die Aufnahmegeschwindigkeit wie beim Biltzlesen, könne auch nicht verringert werden, dies wäre medizinisch unmöglich.

Genauso halten sie es mit der Blickspannenerweiterung. Dazu "bedürfte es demnach eines Leseabstandes von zirka einem Meter" (Michelmann 2001, S. 21). Peripheres Sehen gehört mit zu dieser Erklärung.

Wörter wie "Und", "oder", "auch" zu überspringen, schränkt nach ihrer Meinung das Leseverständnis beträchtlich ein. Auch scanning und Querlesen, ist nicht in ihrem Sinne.

So nun bin ich mal sehr gespannt mit welchen Methoden oder auch nicht Methoden die Herrschaften einem nun schnelleres Lesen bis zu 950 wpm beibringen wollen.

Wie ich im Überfliegen sehe, kommt es zu einer Art "Lesemanagement", sodass man den Text sehr gut vor bereitet und auch Schlüsselwörter "festlegt".

Was haltet ihr von dem Buch? Warum wettern sie gegen alle Techniken, die in fast allen anderen Ratgebern vorhanden sind?

lg Panthera

PS: Sollte man sich dieses Buch anschaffen? (Ich hab es bisher nur ausgeliehen aus der Bib.)

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BeitragVerfasst: Mi 17. Feb 2010, 20:17 
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Registriert: Sa 30. Jan 2010, 20:19
Beiträge: 35
Panthera hat geschrieben:
Subvokalistation ist bei ihnen ein Muss. Ohne könne es sogar zu Leseproblemen kommen, so die Michelmanns.


Ja aber du musst hierbei unterscheiden. Denn nur beim "normalen Lesen" ist subvokalisieren möglich und ist sogar bestandteil des effizienter Lesen Zyklus. Beim Lesen der Wortes wird erst der Sprachtest, dann der Klangtest gemacht (oder war das anders herum?) wie auch immer Subvokalisation ist wichtig für das Verständniss

Das ganze aber bitte nicht mit dem Turbolesen vergleichen, denn dort ist subvokalisieren nicht mehr möglich (WpM > 10.000)

Panthera hat geschrieben:
Genauso halten sie es mit der Blickspannenerweiterung. Dazu "bedürfte es demnach eines Leseabstandes von zirka einem Meter" (Michelmann 2001, S. 21). Peripheres Sehen gehört mit zu dieser Erklärung.


Bin ich froh, dass ich das in den anderen Büchern zu Speedreading und Co. nie geschafft habe ;-)

Panthera hat geschrieben:
So nun bin ich mal sehr gespannt mit welchen Methoden oder auch nicht Methoden die Herrschaften einem nun schnelleres Lesen bis zu 950 wpm beibringen wollen.


Bei Optimalbedingungen, gutes Licht, keine Störquellen wie Musik oder ähnlichem, einfacher Text mit verstandlichem und klarem Schreibstil. Dann sollte das mit etwas Übung durchaus klappen.

Panthera hat geschrieben:
Wie ich im Überfliegen sehe, kommt es zu einer Art "Lesemanagement", sodass man den Text sehr gut vor bereitet und auch Schlüsselwörter "festlegt".

Ja so habe ich das auch verstanden. Aber das erklärt mir noch nicht, wie ich auf die 3-fache Geschwindigkeit von 240 WpM komme

Panthera hat geschrieben:
Was haltet ihr von dem Buch? Warum wettern sie gegen alle Techniken, die in fast allen anderen Ratgebern vorhanden sind?

Die wissenschaftliche Betrachtung und die Berechnungen gefallen mir sehr gut. Vor allem weil Frau Michelmann Physikerin ist ;-) Das Modell Turbolesen und Lesemanagement ist natürlich spannend und wir in Punkten auch von anderen Ratgebern gestreift.

Panthera hat geschrieben:
PS: Sollte man sich dieses Buch anschaffen? (Ich hab es bisher nur ausgeliehen aus der Bib.)

Ich habe sie hier. Allerdings ist das neue Buch in Vorbereitung und wird vermutlich Anfang März 2009 erscheinen. Titel: Effizient und schneller lesen - Mehr Know-how für Zeit- und Informationsgewinn von Walter U. Michelmann und Rotraut Michelmann (Gebundene Ausgabe - 28. Februar 2010) Preis: 6,95 !!!
Bei dem Preis kann man eigentlich nichts falsch machen ;-)

_________________
Mario
http://bit.ly/1zIfmwU


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BeitragVerfasst: So 24. Okt 2010, 14:26 
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Stammgast

Registriert: Fr 08. Okt 2010, 18:04
Beiträge: 72
Hi,

hat das jemand mal gemacht oder vielleicht ein Training bei den Autoren?

Ich halte das irgendwie für utopisch.

Die Informationsflut, wie vielfach geschrieben wird, gibt es meiner Meinung nach nicht. Oft sind es Wiederholungen oder "einfach" nur anders formuliert.

Was aber ist beim "lesen" wichtig? Worauf kommt es an?

Jeder hat beim Lesen eines Buches ein anderes Interesse, was für ihn in diesem Moment wichtig ist. In einem anderen Moment ist was anderes wichtig.

Mich interessiert das Thema "Lesen" sehr, vorallem, was dabei passiert.
Und, was wirklich möglich ist.

Gruß
Matti


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BeitragVerfasst: So 24. Okt 2010, 15:20 
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Superbrain
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Registriert: Di 11. Sep 2007, 7:12
Beiträge: 1664
Naja Schnelllesetrainer leben davon, dass die Leute glauben, ihre Aufnahmegeschwindigkeit wäre gleichbedeutend mit der Lesegeschwindigkeit und dass die behaltenen Details sich aus der aufgewendeten Zeit mal der Aufnahmegeschwindigkeit berechnen.

So ist es ja leider nicht. Einfaches Beispiel: Lies dir in einem Adressenverzeichnis erst einen Eintrag und dann ein paar Einträge durch (ohne Memotechnik), und versuche dich jeweils hinterher an möglichst viele Details zu Erinnern. Komischerweise erinnert man sich an fast alles aus der einzelnen Adresse und eher weniger aus den vielen Adressen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Buchrezension: Turbolesen
BeitragVerfasst: Fr 02. Jan 2015, 13:49 
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Regelmäßiger Besucher

Registriert: Sa 30. Jan 2010, 20:19
Beiträge: 35
Ja Matti, ich habe das Training bei Michelmann gemacht. Kannst mir gerne eine Nachricht mit deinen Fragen zusenden.

_________________
Mario
http://bit.ly/1zIfmwU


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 Betreff des Beitrags: Re: Buchrezension: Turbolesen
BeitragVerfasst: So 11. Okt 2015, 21:11 
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Stammgast

Registriert: So 15. Jun 2014, 10:21
Beiträge: 72
Manchmal lustig, welchen Abstand hier die Beiträge haben.


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