Brainboard - Gedächtnis, Lernen, Mnemotechnik

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 Betreff des Beitrags: Blindschach
BeitragVerfasst: Mi 28. Jan 2009, 5:21 
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Superbrain

Registriert: Fr 23. Jan 2009, 5:45
Beiträge: 723
Hi,

2 Dinge..

Hat jemand gute Vorschläge zum Merken einer Blindschachpartie?

Ich denke momentan mir die Züge z.b. so zu merken:

D4 = Door
E5 = Elefant
D4xE4 = Durch die door passt der elefant nicht durch!
D37 = Digitale Mucke? Utz utz utz utz utz utz!

Oder sollte man versuchen sich immer nur das momentane bild zu merken?

Wahrscheinlich brauche ich noch eine route mit 30-40 routenpunkten? ..ca.50 Züge pro Spiel?


Wen kann ich hier zu einer Partie Blindfernschach begeistern? Bin fortgeschrittener Laienschachspieler und Blindschachanfänger. :)


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do 05. Feb 2009, 19:32 
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Foren-Neuling

Registriert: Fr 09. Mai 2008, 17:52
Beiträge: 5
Okay, ich fange an: D4

Ne, ernsthaft, ich denke nicht, dass es sinnvoll ist, die Züge so zu codieren. Da die Idee wesentlich wichtiger ist, als der konkrete Zug.

Großmeister können in einer Blindpartie sicherlich auch nicht die komplette Zugliste runterrattern, sondern haben eher Informationen in der Art: Nimzowitsch-Indisch mit fiancettiertem Läufer (keine Ahnung, ob es das in der Kombination so gibt).

Wenn du 20 Züge gespielt hast, in es nicht mehr so entscheidend, wie du da hingekommen bist, sondern wie es aussieht.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do 05. Feb 2009, 20:14 
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Superbrain

Registriert: Mo 04. Apr 2005, 14:36
Beiträge: 780
Üblicherweise sind Großmeister dazu ohne Weiteres in der Lage.

Zudem halte ich eine Codierung für sinnvoll, sei es für Blindschach (um sich gegebenenfalls die Stellung anhand der Züge wiederherleiten zu
können) als auch und insbesondere für das Lernen der Eröffnungen. Mit einem ausgereiften System ist man dort sicher dem üblichen Lernen weit überlegen.

Simon


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do 05. Feb 2009, 20:58 
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Foren-Neuling

Registriert: Fr 09. Mai 2008, 17:52
Beiträge: 5
Auch für das Erlernen der Eröffnungen, ist ein solches System nicht sinnvoll, wenn man den Sinn nicht versteht.
Auf nicht ganz so hohem Niveau (und ich denke, dass wir hier dabei sind) weichen die Gegner sowieso schon eher von der Eröffnungstheorie ab. Da bringt es nichts den perfekten Ruy Lopez bis zum 20. Zug zu kennen, wenn der Gegner in Zug 3 abweicht.
Von daher ist die Idee viel entscheidender, um den Sinn der Eröffnung zu verstehen.
Und wenn man den Verstanden hat, braucht man keine Bildergeschichten.

Außerdem denke ich weiterhin, dass Großmeister vielleicht die ganze Partie nachher auswendig kennen, allerdings diese sich nicht Zug für Zug merken, sondern die Ideen viel wichtiger sind und sie sich dann mit diesen Informationen die Partie wieder zusammenbauen.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr 06. Feb 2009, 0:28 
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Superbrain

Registriert: Mo 04. Apr 2005, 14:36
Beiträge: 780
Wir reden, denke ich, aneinander vorbei.

Mir geht es nicht um eine Alternative zum "Sinn", sondern darum, dass es eine Methode geben kann, mit der man sich leichter und nachhaltiger als herkömmlich Eröffnungszüge einprägen kann.

Das bedeutet nicht, auf den "Sinn" zu verzichten. Es ist doch möglich, sowohl die Züge zuverlässig im Kopf zu haben als auch den Sinn und die Grundideen zu verstehen.

Allein mit einem Ideenverständnis wirst du prinzipiell nur bis zu einem gewissen Level kommen. Ich habe zwar, hauptsächlich im Internet, auch ohne große Eröffnungskenntnis auch gegen stärkere Spieler gewinnen können, weil mir das "Eröffnungspauken" damals zu langwierig und zeitverschwendend war, es war aber doch unangenehm, oft eine leicht schlechtere Ausgangsstellung, insbesondere gegen sehr starke Gegner, zu haben.

Spätestens aber, wenn du Eröffnungen wie Sizilianisch (besondere Najdorf oder den Drachen) oder auch Königsindisch oder grundsätzlich schärfere Varianten spielen willst, und das nicht nur im Blitz, wirst du um ein Einprägen bis mindestens zum zehnten Zug selten herumkommen, es sei denn es geht hier um Level von ungefähr Elo 1500 oder darunter.

Und genau darum geht es: Um eine schnelle und abwechslungsreichere Möglichkeit, solche teils recht sinnentleerten Zugfolgen einzuprägen. Wenn du nur mit "Sinn" durch eine hochkomplexe und sehr taktische Sizilianischvariante nach einem Springeropfer auf e6 findest, dann herzlichen Glückwunsch.

Simon


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