Brainboard - Gedächtnis, Lernen, Mnemotechnik

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 Betreff des Beitrags: Vokabeln lernen, aber wie?
BeitragVerfasst: Mi 07. Apr 2010, 20:35 
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Stammgast
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Ich gebe meinem Neffen seit ein paar Wochen Nachhilfe in Englisch (8. Klasse). Leider ist er extrem schlecht, so dass ich mit ihm erstmal einen Grundwortschatz aufbauen wollte, aber das ist schwieriger als ich erwartet hatte.

Er ist lieder total schlecht im Lernen, so dass ich eigentlich mit unseren tollen Lerntechniken arbeiten wollte. Ich selbst arbeite mit der Schlüsselwortmethode für meine Vokabeln, daher wollte ich auch diese für meinen Neffen benutzen. Nun das große ABER: Er ist tatsächlich so schlecht, dass ich für 9/10 Wörtern mit ihm ein Schlüsselwort erarbeiten müsste und dann bin ich mir sicher, dass er immer noch Probleme hätte diese auch richtig zu schreiben. Dazu kommt noch, dass er auch in deutscher Rechtschreibung sehr schlecht ist.

Hat jemand Ideen was ich hier noch tun kann?

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BeitragVerfasst: Do 08. Apr 2010, 15:28 
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Superbrain
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Beiträge: 443
Vielleicht entwickelt sich mit der Zeit ja, Schlüsselwörter
zu finden, ist bei Wörtermerken ja auch so, dass die
Einfälle immer schneller und besser sind.

Liest er denn Bücher? Sonst würde sich vielleicht etwas
an der Rechtschreibung ändern, wenn nicht, kannst du
ja ab und zu Diktate schreiben, wenn du es nicht schon
machst und ihn dann verbessern.


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BeitragVerfasst: Do 08. Apr 2010, 15:57 
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Stammgast
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Vermutlich entwickelt sich das, ja. Aber das ist ja jetzt ein sehr mühseliges Unterfangen wenn wir für 9/10 Vokabeln ein Schlüsselwort oder eher sogar einen Schlüsselsatz erstellen müssen. Ein Wort reicht ja leider nicht, da er damit nicht die Schreibweise richtig lernt. Und im Prinzip müssen wir 4 Jahre Vokabeln nachholen, da er selbst grundlegendste Dinge wie "to be" nicht kennt oder die -ed Endung beim Simple Past für regelmäßige Verben, obwohl ICH ihm das jetzt auch schon mehrfach erklärt habe. Und für all das mit der Schlüsselwortmethode zu arbeiten würde einfach zu lange dauern.

Und lesen tut er gar nicht außerhalb der Schule. Diktate schreiben könnte ich mal versuche, aber es fehlt da eigentlich die Zeit ihn jetzt noch intensiv in Deutsch zu schulen. Wir haben schon kaum Zeit für Englisch und er muss unbedingt runter von der 5, da er sonst von der Schule gehen muss nach diesem Schuljahr.

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BeitragVerfasst: Do 08. Apr 2010, 16:07 
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Superbrain
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Was macht er denn sonst in seiner Freizeit?
Wenn er keine Vokabeln lernt, die du ihm aufgibst,
sollten seine Eltern auch etwas dagegen tun, oder?

Ich finde, dass er sich die Grammatik so lange
anschauen sollte, bis er es versteht, und wenn
nicht, soll er dir konkrete Fragen stellen.


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BeitragVerfasst: Do 08. Apr 2010, 16:17 
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Stammgast
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Entweder hängt er mit Freunden rum oder spielt XBOX. Man muss dazu sagen, dass er ein Problemkind war und nicht mehr bei seinen Eltern wohnt, sondern bei meiner anderen Schwester (seiner Tante). Die ersten 13 Jahre hat er imm Prinzip keinerlei Erziehung gehabt. Wir arbeiten schon Schritt für Schritt an ihm und er hat sich auch deutlich gebessert. Aber leider ist es immer noch ein sehr langer Weg.

Ich habe ihm aufgegeben jeden Tag ca 15 Minuten zu üben, was dann aber eher in jedem zweiten Tag resultiert. Aber natürlich gibt es immer einen "guten Grund", warum er nicht geübt hat.

Ja, die Grammatik werd ich ihm wohl langsam einbläuen müssen, aber bei den Vokabeln brauch ich eine andere Vorgehnsweise. Irgendwas wo er zumindest effektiver lernt, also sich die Vokabeln besser merken kann, vor allem die Schreibweise, wo er die größten Probleme hat.

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BeitragVerfasst: Do 08. Apr 2010, 19:15 
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Superbrain
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Probleme in der Rechtschreibung sollen auch manchmal dran liegen, dass man sich das Wort nicht visuell vorstellt, oder nicht deutlich genug. Vielleicht hilft es ihm, konkret an der Visualisierung der Wörter zu arbeiten?

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BeitragVerfasst: Do 08. Apr 2010, 20:12 
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Superbrain
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Er kann sie ja auch mal versuchen, zu buchstabieren.

Und noch etwas:

Ich halte 15 Minuten an jedem zweiten Tag für viel zu wenig, wenn man viel aufholen muss!


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BeitragVerfasst: Do 05. Aug 2010, 13:49 
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Nimm es mir nicht übel, aber zwischen den Zeilen liest man deutlich deine Unlust heraus die offenbar daraus resultiert, dass du dir dachtest "hey, der Kleine kann kein Englisch? Ich hab da ne tolle Methode" und als die nicht fruchtete, hat dir das ganze keinen Spaß mehr gemacht.
Vergiß nicht, dass die Motivation beim Lernen eine große Rolle spielt. Wenn dir jemand sagt, du musst 15 Minuten am Tag wetwas machen, auf das du GAR KEINE Lust hast - ich bin sicher, du hättest auch 1000 Ausreden. Die extrinsische Motivation (Noten, Anerkennung etc) ist gerade in dem Alter und bei der von dir kurz Umrissenen Vorgeschichte wohl kaum zu erwarten. Also versuch doch, ihn auf eine andere Interesseebene zu lenken, z.Bsp. über Musik oder Lern-Computerspiele. Oder er darf mit dir einen Film sehen - auf Englisch. Ideal wäre natürlich Interaktion mit Muttersprachlern, aber ich weiß nicht, ob du ihm die bieten kannst. Das ist die beste Motivation: nicht verstanden werden. Funktioniert auch instinktiv und super beim Erstspracherwerb ;) (s. Kinder, die nach 2 Wochen im Kiga plötzlich sprechen weil sie sich sonst nicht verständigen können).
Ich hoffe für ihn, dass du kreativ wirst, ihr vom Schreibtisch wegkommt
und vor allem, dass du nicht aufgibst!
Viel Glück!


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BeitragVerfasst: Do 05. Aug 2010, 15:33 
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Stammgast
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Genau übersetz mit ihm doch Lieblingsmusiktitel oder wenn er auf Xbox irgendein Spiel besonders gerne zockt, google nach einer Generallösung, da sind die orgiginal Texte meist drin, so dass ihr die übersetzen könnt. Vielleicht hat er ja Lust die Story von seinem lieblings Game mal in Gänze zu verstehen.

Was mir geholfen hat:

Wörter aus dem Kopf Buchstabieren

Wörter immer in Zusammenhang mit einem englischen Satz lernen(die meisten Englishbücher haben im Vokabelteil einen). auch wenn man Schlüsselwortmethode anwendet.

passives english: Filme, Cartoons, hörspiele, ... bücher

"Wenn du die nächsten 500 Vokabeln -perfekt- drauf hast bekommst du das neue Xboxgame XY" Zeitansatz muss gegeben werden! Mit Absprache der Eltern bzw. seiner Tante, die natürlich die Sponsoren sind.

Nur für den Anfang, sonst lernt der Jung ja nit sich selbst zu motivieren.

Viel Erfolg


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BeitragVerfasst: Do 05. Aug 2010, 19:56 
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Superbrain
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Die Interaktion mit Muttersprachlern wäre keineswegs ideal, außer er fühlt sich dadurch motiviert täglich eine Stunde hinter den Englischunterlagen zu sitzen.

Die 15 Minuten ausfallen zu lassen, gibt es keine gute Entschuldigung, zumindest wenn derjenige der derzeit für die Schlafenszeit oder für das Aufstehen verantwortlich ist, das ebenfalls so sieht. 15 Minuten sind eigentlich kein Ding, oder doch?

Übrigens meinte ich letztens zu einer Kollegin, wir müssten ein Schwein mit Futter dazu bringen können freiwillig durch die Gänge zu laufen, ohne das man es mehr oder weniger drängeln muss. Sie erwiderte dass das Schwein ja dann immer Futter verlangen würde um sich zu bewegen. Das brachte mich dazu zu überlegen, warum ich dieses Problem noch nie hatte... Dann ist mir aufgefallen: Stimmt ja, ich lasse erst garnicht den Anschein aufkommen gleiche Leistung gäbe immer gleiche Belohnung... Ich setze die Latte immer ein Stückchen höher, oder erwarte mehrere erfolgreiche "Befehle" bevor die Belohnung kommt. In diesem Falle wäre also ein Lob angebracht wenn es mit den 15 Minuten mal ein paar Tage lang klappt. Oder sich das "Opfer" mal wirklich ernsthafter mit dem Stoff auseinandersetzt als sonst. Einen Wecker daneben stellen als konstante Ablenkung wäre sicher falsch.

Sowohl Hunde als auch Kinder, bei denen das nicht gemacht wurde, neigen zu unpraktischen Diskussionen über Erwartungshaltungen... Ich glaub ich war da früher nicht groß anders ;-)

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BeitragVerfasst: So 05. Jun 2011, 20:58 
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Schonmal was von Logomonik gehört?
Da merkt man sich die Sachen mit künstlicher Logik. Z.B.: head schreibt man mit ea, weil der Kopf e imma an ist.
Vielleicht schlechtes Bespiel, aber du verstehst, was ich meine.
Das klingt jetzt vielleicht komisch, aber man kann sich das ganze so sehr gut merken. Eigentlich ist die englische Rechtschreibung doch nicht schwer, oder? Also wenn ich Englisch lerne, dann geht die Rechtschreibung von selbst.
Zur Grammatik: Da kannst du auch mit Logomonik vorgehen.


Noch ein Beispiel: Wie schreibt man Bufett? Man stellt sich vor, wie auf der Bühne ein fettiges Bufett steht.

LG und viel Glück


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BeitragVerfasst: So 05. Jun 2011, 20:59 
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Upps, ich komme ja reichlich früh ^^


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BeitragVerfasst: Mo 06. Jun 2011, 10:00 
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Kater123 hat geschrieben:


Noch ein Beispiel: Wie schreibt man Bufett? Man stellt sich vor, wie auf der Bühne ein fettiges Bufett steht.

LG und viel Glück


Buffet schreibt man so (hüstel...)


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 Betreff des Beitrags: und nciht verwechseln mit
BeitragVerfasst: Mo 06. Jun 2011, 10:30 
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Superbrain
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Beiträge: 145
Wohnort: Baden-Württemberg
und nicht mit Buffett verwechseln.

Der Warren ist nämlich Börsenguru :D ^^


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BeitragVerfasst: Mo 06. Jun 2011, 20:14 
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Rechtschreibung ist so eine Sache. Ich wüsste nicht, dass Mnemotechnik für Rechtschreibung eingesetzt werden kann, in der Regel ist das nicht notwendig.

Zwei Geheimnisse für Rechtschreibung in Fremdsprachen: Geschriebene Wörter visualisieren und im Vokabeltrainer abfragen lassen.

Vokabeltests bei Schülern, die viel mit einem guten Vokabeltrainer arbeiten sind völlig witzlos, weil es dann höchstens noch Flüchtigkeitsfehler gibt.


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BeitragVerfasst: Di 07. Jun 2011, 18:19 
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Falsch! Bufett schreibt man Büfett oder Bufett: http://de.wikipedia.org/wiki/Buffet


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BeitragVerfasst: Mi 08. Jun 2011, 16:54 
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Kater123 hat geschrieben:
Falsch! Bufett schreibt man Büfett oder Bufett: http://de.wikipedia.org/wiki/Buffet


Es ist nirgends eine Stelle zu finden, wo Deine Ursprungsschreibweise
"Bufett" als richtig akzeptiert wird. Selbst bei Deinem Link nicht ! :wink:


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BeitragVerfasst: Mi 08. Jun 2011, 17:29 
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Beiträge: 33
Sorry, ich meine Büfett, dann stimmt meine Mnemotechnik. Falls du dich wunderst: Ich habe meinen alten Account vergessen und deswegen den Kater123 aufgemacht, aber jetzt habe ich ihn ja wieder :-)

_________________
Liebe Grüße :D


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BeitragVerfasst: Di 08. Nov 2011, 21:24 
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Foren-Neuling

Registriert: Di 08. Nov 2011, 20:23
Beiträge: 3
Ich habe letzte Woche mit meinem Sohn (12) Englisch Vokabeln gelernt. Er hat auch Mühe mit der Rechtschreibung. Wir haben das mit Mnemo Technik gemacht aber nur wenn er ein Wort falsch geschrieben hat. Wie "mountain" konnte er sich das "ou" nicht merken, so geht er nun "ohne Unterhose" auf den Berg.

Bei so viel Stoff, weiss ich auch keine einfache Methode. Als ich in der Schule war hat mich mein Vater in den Sommerferien für einen Intensiv Kurs bei Inlingua angemeldet. Das hat auch viel gebracht (von 5 auf 2), ist aber eine Kostenfrage...

Liebe Grüsse,
Fluffiness


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 Betreff des Beitrags: Re: Vokabeln lernen, aber wie?
BeitragVerfasst: Di 24. Apr 2012, 21:16 
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Registriert: Mi 18. Apr 2012, 20:08
Beiträge: 27
Hallo,

zum Vokabellernen würde ich ein Programm empfehlen, das ähnlich wie der altbekannte Karteikasten aufgebaut ist - 'Phase 6' heißt es. Ich glaube, man kann es sogar kostenfrei runterladen.
Ansonsten gibt es Bücher / Comics, die bei der Altersgruppe recht gut ankommen. Meine Schüler lesen sehr gerne die von 'Captain Underpants'. Nicht schrecklich intellektuell, aber es macht Spaß.

Vielleicht klappt es ja ...


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