Brainboard - Gedächtnis, Lernen, Mnemotechnik

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BeitragVerfasst: Mi 28. Nov 2012, 21:50 
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Superbrain

Registriert: Sa 18. Aug 2007, 19:01
Beiträge: 146
interessanter Artikel von Manfred Spitzer in der Zeit über Lernen:

http://www.zeit.de/studium/uni-leben/20 ... Lernmythen


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BeitragVerfasst: Do 27. Dez 2012, 10:55 
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Superbrain

Registriert: Do 05. Nov 2009, 6:06
Beiträge: 174
Hi,

sehr interessanter Artikel.

Nur bei der liegenden Acht erscheint mir das falsch rüber gekommen zu sein.
Es geht nicht um die Vorstellung der liegenden Acht, sondern mit den Augen eine liegende Acht zu "zeichnen".
Gibt es hierzu vielleicht was konkretes?

Mich würde mal interessieren, ob EMDR oder Wingwave, nach dem Lernen helfen würde.
Damit wir die Augenbewegung im Schlaf nachgemacht.

Weiß dazu hier vielleicht jemand was, oder hat es sogar selber probiert?

Viele Grüße
Will


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BeitragVerfasst: Do 27. Dez 2012, 16:09 
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Superbrain

Registriert: Di 08. Nov 2011, 11:50
Beiträge: 229
Wohnort: Markgräflerland
Willwissen09 hat geschrieben:
Nur bei der liegenden Acht erscheint mir das falsch rüber gekommen zu sein.

Die bis gegen die Jahrtausendwende weit verbreitete, auf Roger Sperry zurückgehende Vorstellung über die Zusammenarbeit der beiden Gehirnhälften hat sich, wenn ich das richtig interpretiere, unter dem funktionellen Magnetresonanztomographen (fMRT) zumindest teilweise als falscher Mythos entpuppt. Damit werden auch entsprechende Übungen obsolet. Dennoch ist wohl auch richtig, dass Angst die harmonische Zusammenarbeit verschiedener Zentren des Großhirns stört oder gar blockiert, was das Lernen behindert. Aber das erklärt Spitzer in diesem Interview leider gar nicht.

Beinahe noch interessanter als die (bekannten) Aussagen Spitzers finde ich die inzwischen weit über vierzig Kommentare, in denen viel von eigenen Lernerfahrungen die Rede ist, etwa zur Frage der Bedeutung der Handschrift bzw. des Schreibens am Computer für das Behalten des Lernstoffes. Da werden die Aussagen Spitzers - wohl nicht ganz zu Unrecht - teilweise heftig attakiert, vor allem auch wegen seines so vehement vertretenen, vieldeutigen Begriffs von der Mediendemenz.

Da ist beispielsweise der zornige Kommentar eines Studenten, der beim Erlernen und Üben der eigenen Handschrift ziemlich schlimme Schulerfahrungen gemacht haben muss, während er heute problemlos am Computer schreibt, auf seine "Sauklaue" verzichtend, wie er erleichtert feststellt. Oder die Studentin, die ihre Erfahrung zur überaus positiven Arbeit mit dem Computertextprogramm beschreibt mit der Möglichkeit der jederzeitigen Korrektur und Verbesserung von Stil und Schreibweise, was sie als großen Vorteil im Vergleich zur Handschrift empfindet.

Es gibt ja Schriftsteller, die bis heute ihre Texte von Hand schreiben, manche lesen sie anschließend ins Diktiergerät, lassen also schreiben, während andere den Computer als Werkzeug loben. Ich denke, auch in diesem Bereich gedeihen immer wieder Mythen, dabei sind es schlicht die Gewohnheiten, die ein intensives Arbeiten und Schreiben auf jede Weise ermöglichen.

_________________
Zu allen wirklichen Abenteuern gehört, dass man einen Schatz sucht.
David Loye


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BeitragVerfasst: Sa 29. Dez 2012, 15:09 
Offline
Superbrain

Registriert: Do 05. Nov 2009, 6:06
Beiträge: 174
Grüß Dich Horkas,

danke für Deine Antwort.

Ich wende diese liegende Acht vor intensivem Lernen an, auch verschiedene Überkreuzübungen, wie auch Christian Opitz sie in seinem Lern-Video zeigt.

Ich vermute dahinter mittlerweile einfach nur eine erhöhte anreicherung von Sauerstoff, bzw. der Kreislauf wird "aktiviert" und man ist "wacher" für's lernen.

->Denn mir ist aufgefallen, wenn ich diese Übungen vor dem Lernen mache, bin ich "aufnahmefähiger".

Was den Unterschied mit Handschriftlich oder am Computer geschrieben betrifft, bin ich mir wirklich noch nicht klar.
Am Computer schreibe ich definitiv schneller, als mit meinen Druckbuchstaben auf Papier. (Alternativ noch etwas fixer mit Dragon Natural Speaking.;-) ABER, damit habe ich nichts mit der Hand gemacht!)
Mich würden Aufzeichnungen vom Gehirn interessieren, wenn jemand was mit der Hand schreibt, und wenn jemand was am Computer schreibt. Allerdings hätte ich im Moment keine Ahnung, wie das dann zu deuten ist. Wäre aber sicher interessant zu sehen.

Handschriftlich könnte ich mir vorstellen, das die Feinmotorik doch etwas mehr im Gehirn macht. Beim schreiben am Computer sind es ja "nur" ein paar Tasten, die gedrückt werden müssen, obwohl ihre Location ja auch irgendwo abgelegt werden müssen. Jedenfalls brauche ich handschriftlich viel, viel länger eine Din A4 Seite zu beschreiben, als am Computer.

Bin gespannt, was zukünftig dabei noch rauskommen wird, in der Forschung.

Gruß
Will


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