Brainboard - Gedächtnis, Lernen, Mnemotechnik

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BeitragVerfasst: Mi 07. Mai 2014, 20:12 
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Superbrain

Registriert: So 22. Jul 2007, 8:58
Beiträge: 341
http://www.journalmed.de/newsview.php?id=43074


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BeitragVerfasst: Sa 30. Aug 2014, 23:14 
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Superbrain

Registriert: Mi 24. Jun 2009, 14:53
Beiträge: 313
Wie das mit Yoga als reiner Sportart ist, weiß ich nicht, aber meines Wissens stellt man sich bei vielen Meditationen aktiv etwas vor.
Dem widerspricht eine Bericht, den ich mal gelesen habe, nachdem buddhistische Meditation mit vielen Wiederholungen sinnleerer Silben eingeführt wurde, um die Betroffenen vom Selbstdenken abzuhalten und zu guten Arbeitern zu trimmen, die nichts hinterfragen.
iIr hat mal eine ehemalige indonesische Buddhistin gesagt, Meditation sei gefährlich, und dadurch bin ich dann auf diesen Text gestoßen.
Die Mediationen, die ich kenne, verlaufen eigentlich so, dass man sich aktiv ein Bild vor Augen führt.

Das führt natürlich zu trainierter Vorstellungskraft und wenn man sich ggf. auch Geräusche vorstellt könnte das ja dazu führen, dass auch Hirnregionen intensiver miteinander verknüpft werden.

Wobei ich persönlich denke, dass allg. ein aktives Leben das Gehirn jung hält, also regelmäßig Nachrichten hören und sich damit auseinander setzen müsste auch schon einen Effekt haben, oder nicht?

LG
Frederica


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BeitragVerfasst: Mi 24. Sep 2014, 8:13 
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Stammgast

Registriert: So 15. Jun 2014, 10:21
Beiträge: 72
Mal ein Zitat aus dem Originalartikel (den ich aber nicht gelesen habe; ich habe gerade nur nach der Gruppeneinteilung gesucht):

"Forty-seven participants, 16 yoga practitioners, 16 meditation practitioners, and 15 controls were recruited. Groups were matched for age, gender, education, race, and handedness. All participants self-reported being physically and mentally healthy. ... Yoga practitioners were trained in the Kripalu Yoga tradition (Faulds, 2005) and had an average of 13,534 (SD = 9, 950) hours of yoga experience. Meditators were trained in insight meditation (Goldstein and Kornfield, 2001) and had an average of 7, 458 (SD = 5, 734) hours of meditation experience. Controls had no experience with yoga or meditation. Participants were compensated with $100 and provided written informed consent."

Verglichen werden also Yoga-Praktizierende, Meditations-Praktizierende und Durchschnittsmenschen. Da würde ich bereits ziemlichen Selection Bias erwarten - also trotz der Kontrollvariablen wie Alter etc. sind das einfach andere Menschentypen in vielen Bereichen des Lebens. Die werden sich beispielsweise anders ernähren, einen anderen Familienhintergrund haben, schon in der Kindheit anders ernährt worden sein. Kausale Effekte kann man daraus nur schwer und unklar ableiten. Sinnvoll wäre gewesen, da eine zusätzliche Gruppe mit Leuten, die regelmäßig joggen, einzuführen.


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BeitragVerfasst: Fr 26. Sep 2014, 6:37 
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Superbrain

Registriert: Di 05. Jan 2010, 14:54
Beiträge: 145
One does not simply
get 13000 hours of yoga practice.

Dreizehntausend Stunden ist schon ein Wort. Genaugenommen zwei Wörter. Die Anzahl der Übungsstunden, um in einer Disziplin zur Meisterschaft zu gelangen, liegt bei 10 000. (Obwohl diese Zahl auch sehr umstritten ist und soweit ich weiß von Malcom Gladwell aufgestellt wurde)
Wenn man täglich eine Stunde Yoga macht, kommt man im Jahr auf 365 Übungsstunden, in drei Jahren auf gut tausend, in dreißig Jahren auf 10 000. Das ist schon eine ordentliche Leistung.

Deshalb wäre es wirklich interessant, die Yogis und Meditatoren mal mit Berufsmusikern zu vergleichen. Oder mit meditierenden Berufsmusikern. Oder mit Joggern, wie Captain Basil schon geschrieben hat.

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BeitragVerfasst: Fr 26. Sep 2014, 7:56 
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Stammgast

Registriert: So 15. Jun 2014, 10:21
Beiträge: 72
Ich wundere mich da ehrlich gesagt auch ein bisschen über den wissenschaftlichen Standard in manchen Journals.


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BeitragVerfasst: Fr 26. Sep 2014, 13:30 
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Superbrain

Registriert: Di 05. Jan 2010, 14:54
Beiträge: 145
Ja, vor allem, wenn man bedenkt, dass zwischen 90 und 95% der eingereichten Papers nicht veröffentlicht werden. Ich glaube Science lehnt 97% ab. Vielleicht sollte das Journal for Frontiers in aging Neuroscience das auch mal tun.

Wurde eigentlich bedacht, dass Yogis häufig Vegetarier sind, nur um mal den Punkt der Ernährung noch ein wenig aufzugreifen.
Oder die Ausbildung der Teilnehmer...

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