Brainboard - Gedächtnis, Lernen, Mnemotechnik

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 Betreff des Beitrags: Einfach. Alles. Merken.
BeitragVerfasst: So 23. Mai 2010, 22:43 
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Superbrain
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Registriert: Fr 08. Jan 2010, 0:43
Beiträge: 193
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Ich möchte hier eine Buchempfehlung für Anfänger (und Fortgeschrittene) geben.

Einfach. Alles. Merken. heißt der Titel des Buches und wurde von Ulrich Bien geschrieben. Dem Buch ist auch eine 2 stündige sehr informative DVD beigelegt mit einem seiner Seminare.

Das Buch ist leicht geschrieben und beinhaltet nach jedem Abschnitt einen kurzen Absatz mit einem "Wie gehts weiter". Es werden auch die verschiedenen Mnemotechniken in Anwendungsbeispielen verknüpft.

Er hat einen sehr informativen Blog mit einem Loci-Beispiel aus der Praxis.

Durch die Kombination von Buch und DVD erhält man einen sehr guten Überblick über die verschiedenen Mnemotechniken und sieht auf der DVD auch sofort den praktischen Nutzen.

Obwohl ich jetzt schon einige Bücher über Mnemotechnik gelesen habe bin ich der Meinung dass mir dieses für meinen Zweck der Mnemotechnik, nämlich das Lernen an der Uni am meisten geholfen hat.

Der Preis ist mit 17 Euro absolut in Ordnung. (Buch inkl. DVD)


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo 24. Mai 2010, 12:14 
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Superbrain

Registriert: Fr 04. Apr 2008, 22:43
Beiträge: 207
Hallo the.enormous.crocodile,

laut der Inhaltsangabe scheint es ja wirklich ein interessantes
Buch zu sein. Ich studiere nicht aber mich würde es schon
interessieren ob es auch im Beruf und im Alltag weiterführende
Tricks parat hält die in anderen Büchern noch nicht erwähnt wurden?
Oder ist es dann doch nichts neues nur mit anderen Worten verpackt?

Gruß,
Chris_emc²


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo 24. Mai 2010, 20:02 
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Superbrain
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Registriert: Fr 08. Jan 2010, 0:43
Beiträge: 193
Wohnort: Wien
Also im Prinzip sind natürlich die gleichen Mnemotechniken im Buch beschrieben. Dies allerdings sehr gut und näher am Thema Lernen als Gedächtnissport.

Es werden auch durch die DVD praktische Beispiele gezeigt wie man mehrere Techniken verknüpfen kann.

Viel nützliches steht auch im Blog. Also wenn man schon viele Bücher gelesen hat reicht es bestimmt wenn man die ganzen Gratisvideos aus seinem Youtube Kanal (denkreich) ansieht und in seinem Blog bischen stöbert.


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 Betreff des Beitrags: Ulrich Bien, Einfach. Alles. Merken
BeitragVerfasst: Sa 29. Okt 2011, 13:30 
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Superbrain
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Registriert: Mo 21. Apr 2003, 15:35
Beiträge: 837
Ulrich Bien, Einfach. Alles. Merken. Das perfekte Gedächtnistraining. Geniale Merktechniken. Plus DVD: Der Kompakt-Kurs zum Anschauen, Hannover 2011

Ein gescheites Buch, das zum endlosen Selbstlernen – beliebiger – Fakten anspornt und dem Leser das Bewusstsein vermittelt, es gäbe nichts, was man nicht spielend leicht erlernen könnte. Das Buch ist anschaulich und kreativ geschrieben mit vielfältigen, z.T. recht interessanten Anwendungen.

Der Teufel steckt natürlich, wie so oft, im Detail. Die Lösungsvorschläge Biens sind originell, aber nicht immer optimal. Sie sind auch nicht immer so original wie der Autor seine Leser glauben machen will.
Z.B. finde ich die MikeMechtnon Methode, mit der man lange Zahlen so erlernen kann, dass man die Stelle Nr. x direkt auffindet, in abgewandelter Form als geniale Neuerfindung („die einzige Methode, wie Sie eine solche Denkleistung überhaupt vollbringen können.“).
Die Abwandlung besteht darin, dass die Örter nicht „modulo 100“ geordnet sind, sondern „der Reihe nach“. Auf dem Ort Nr. 0 findet man also die Stellen 1 bis 10, die durch fünf nach dem major system gefundene zweistellige Wörter bzw. Bilder zusammengebracht werden. Da Bien seine Örter nicht per major von 1 bis 100 (bzw. von 0 bis 99) zählt, sondern mittels zweier Buchstabenalphabete von 1 bis 52 (= 2 x 26), geht es dabei also nicht um eine 1000stellige, sondern um eine 520stellige Zahl.
Diese Ordnung („der Reihe nach“) hat zur Folge, dass das Auffinden der x. Stelle deutlich schwieriger wird als beim MikeMechtnon Verfahren. Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als das MikeMechtnon Verfahren ausgetüftelt wurde, denn natürlich fingen wir damals auch mit der einfachen Reihenfolge an.
Als Beispiel nimmt Bien die Zahl Pi, für deren ersten zwanzig Stellen er konkret vormacht, wie er sich den Aufbau der Bilder vorstellt. Leider schafft er es aber nicht, dabei seinen eigenen Vorgaben sauber nachzukommen, so dass der Eindruck schwer zu vermeiden ist, dass Bien diese seine Methode nur für wenige Stellen der Zahl Pi wirklich ausprobiert hat. Andernfalls wäre er vielleicht auch nachdenklich geworden über die Ordnung der Örter und wäre tatsächlich beim MikeMechtnon Verfahren angekommen, das er offenbar gar nicht kennt. Bien versteht bzw. kennt auch die Scheinklumpenmethode nicht, er macht aus den Belegungen der einzelnen Örter also unnötigerweise Fadengeschichten.

Das Beispiel soll deutlich machen, dass Bien zwar mit interessanten Beispielen und Lösungen aufwartet, bei den anspruchsvolleren Themen (dazu gehören natürlich auch die chinesischen Schriftzeichen) jedoch sehr schnell damit zufrieden ist, eine Anregung gegeben zu haben. Der Leser, der sich dann in der Meinung aufmacht, das Thema ließe sich spielerisch leicht aufrollen, wird enttäuscht feststellen, dass er tatsächlich vor einer schwierigen Aufgabe steht.
Enttäuschend finde ich, dass sich ein professioneller Gedächtnistrainer so schlecht in der Literatur auskennt und offenbar denkt, jeder könne ohne Schwierigkeit alles für sich neu erfinden. Das ist zwar eine wunderbar kreative Anregung für seine Leser, aber irgendwie dann auch wieder die falsche Botschaft. Dass die Leute immer so übertreiben müssen!


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BeitragVerfasst: So 30. Okt 2011, 15:25 
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Superbrain
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Registriert: Mo 21. Apr 2003, 15:35
Beiträge: 837
Ulrich Bien hat geschrieben:
die einzige Methode, wie Sie eine solche Denkleistung überhaupt vollbringen können.

Ich hatte geschrieben, dass Bien das MikeMechtnon Verfahren wohl gar nicht gekannt hat, denn er geht an einer hauptsächlichen Eigenart dieses Verfahrens kommentarlos vorbei und präsentiert ein insgesamt weniger nützliches Ergebnis.

Jedoch kommen mir, wenn ich mir das so anschaue, erhebliche Zweifel. Wenn nämlich Bien tatsächlich als erster ein System gefunden hätte, mit dem man die alte Frage nach der Lokalisierung der x.ten Stelle einer langen Zahl elegant beantworten kann, so hätte er sich nicht mit einer ungefähren Andeutung und einem kurz angerissenen Beispiel begnügt, sondern das System ernsthaft getestet. Das ist aber, wenn man seiner inkonsequenten Darstellung folgt, offenbar gar nicht der Fall. Daher erscheint es mir viel wahrscheinlicher, dass Bien meine Darstellung des MikeMechtnon Verfahrens (freier download auf www.likanas.de seit 2002) doch gelesen hat, zwar nicht ganz verstanden, aber doch in Umrissen, und es nun als seine Neuerfindung vermarktet.


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