Brainboard - Gedächtnis, Lernen, Mnemotechnik

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BeitragVerfasst: Do 23. Jun 2011, 13:48 
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Registriert: Mi 22. Jun 2011, 8:37
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Das sind eine Menge Wörte in kurzer Zeit! :shock:
Das heißt, du hast auch eine ganze Menge gelesen, damit du da bist, wo du bist, richtig?


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BeitragVerfasst: Do 23. Jun 2011, 14:17 
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Registriert: Fr 19. Feb 2010, 8:37
Beiträge: 35
Wohnort: Berlin
Ich lese generell gerne und viel, schon seit früher Kindheit. Nachdem ich es zunächst (mehr oder weniger erfolglos) über Bücher zum Thema und einen Selbstlernkurs versucht habe, hat mir dann letztlich ein Seminar zum Durchbruch verholfen, auch wegen der Trainingsintensität. Danach dauerte es etwa ein halbes Jahr mäßigen Trainings, damit ich bei diesem Tempo landete. Seitdem heißt es einfach regelmäßig anwenden...


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BeitragVerfasst: So 12. Feb 2012, 15:12 
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Registriert: Mi 20. Mai 2009, 18:27
Beiträge: 4
Wollte mal eine Rückmeldung geben ... Ich kann es immer noch nicht :mrgreen: Habe eben mal bei Google gesucht und bin auf meinen alten Thread gestoßen ^^


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BeitragVerfasst: Fr 23. Mär 2012, 20:47 
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Registriert: Di 25. Okt 2011, 19:39
Beiträge: 11
@aurum: Was und wie lange versuchst Du um es zu lernen? Hast Du überhaupt schon etwas gemerkt (Verbesserung o.ä.)?


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BeitragVerfasst: Do 26. Apr 2012, 2:45 
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Foren-Neuling

Registriert: Do 26. Apr 2012, 2:20
Beiträge: 3
Hallo aurum,

hab mich nur deshalb in diesem schönen Board angemeldet (naja, vielleicht nicht *nur* deshalb, wenn ich mich so umsehe ;) ), um eine Idee beizusteuern.

Der geniale Moshé Feldenkrais (bloß nicht im Netz nachschauen, wer das ist, da steht wirklich nur hanebüchener Unsinn) hätte das Problem ganz simpel versucht zu lösen: mit dem, was sich in der FK-Methode "Differenzierung" nennt. Kann das jetzt hier nicht alles erklären (kein Bock, soviel zu tippen), aber hinter dieser Idee steckt das (theoretisch banale) Differenzieren von ansonsten gekoppelten neuromuskulären Mustern, denn genau dazu gehört das "Mitlesen" beim ansonsten stummen Lesen (wie haufenweise anderer Engramme) auch.

Weil der alte geniale Sack aber keine Rezepte verteilt hat, die an der Individualität jedes einzelnen Menschen sofort scheitern müßten, hat er in seinen Lessons eher Prinzipien von Differenzierung erlebbar gemacht, so daß sich dann jede(r) die für sie/ihn wichtigen Mechanismen selber zurechtbasteln kann.

Wie gesagt, die Details sind zu komplex (aber ansonsten gar nicht kompliziert), um sie hier zu tippen. Wenn Bedarf besteht, dann könnte ich mal versuchen, die FK-Ideen auf das Lesen anzuwenden. Obwohl ich mit Olympia nicht viel am Hut habe (schneller, höher, weiter), sondern sich diese ganze FK-Idee ausschließlich um die *Qualität* und überhaupt nicht um die *Quantität* dreht, nervt mich das "Subvokalisieren" (also das Mitbewegen der verschiedenen Teile des Sprechapparates, denn das bedeutet dieser Ausdruck doch, oder?) selbst auch... ;)

In diesem Sinne, PN genügt, und ich fang dann mal an herumzugucken. Das das geht, steht völlig außer Frage - dieses Feldenkrais-Zeug läßt im Extremfall sogar arme Schweine mit Cerebralparese wieder halbwegs laufen; da fällt sowas wie dieses hier eher unter "kleine Fische"…


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BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2012, 5:21 
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Foren-Neuling

Registriert: Do 26. Apr 2012, 2:20
Beiträge: 3
Die "innere Stimme" ist beim Lesen ganz normal, und sie ist fest mit den neuromuskulären Strukturen verknüpft, die man auch beim "laut sprechen" verwenden würde (also nach Feldenkrais "non-differentiated"). Wenn man glaubt, daß sich außer den Augen nichts dabei bewegen würde, dann täuscht das. Kleiner Test: Stell Dich hin, schaue langsam - aber *nur* mit den Augen, ohne Oberkörper/Rumpf/Kopf - nach links und dann nach rechts, und beobachte mal, was Deine Nacken(!)muskulatur dabei macht. Ich will jetzt nix verraten, aber die ist schwer "unterwegs". Das ist ein noch sehr oberflächliches Phänomen; beim Mitlesen (ob laut oder leise) sind die neuromuskulären Signalketten noch wesentlich verschachtelter und komplexer. Das heißt, man muß (oder besser darf) diese Ketten zuerst einmal überhaupt wahrnehmen lernen, um sie dann "differenzieren" zu können. Und das bedeutet, daß bei einer Bewegung (hier die Augen) wirklich *nur" die Augen bzw. die entsprechende Muskulatur beteiligt sind, und nicht der ganze Apparat, den wir normalerweise beim lauten Sprechen verwenden, incl. der "inneren Stimme". Feldenkrais hat genau solch eine Methode entwickelt (die, wie gesagt, eigentlich für wesentlich schwerwiegendere Fälle gedacht ist), und es gibt Dutzende Augen-Lessons, die sich ATM (Awareness Through Movement) nennen.

Das ist der "Königsweg", wenn es Dir mit dem Lesen ernst sein sollte. Ist aber auch für *alles* andere anwendbar, und zwar für alles. Abkürzungen gibt es (wie für alle Dinge, die wirklich etwas wert sind) aber keine. Am besten auf Englisch (nicht auf Deutsch - schlechte Übersetzung) die Feldenkrais-Arbeiten mal lesen (Awareness Through Movement, The Elusive Obvious, Embodied Wisdom) und selber ausprobieren. Wie schon jemand sagte - fertige Rezepte sind für Deppen. Die Prinzipien kapieren und eigene Lösungen finden, bingo. Ist auch 100%ig esoterikfrei - ischschwörrebeimeinemutter! ;-)

Etwas klarer geworden?

Falls nicht, was von Onkel Moshé lesen, versuchen zu kapieren, ausprobieren. Falls dann immer noch nix geht, PN, am besten mit genauen Fragen.

AC


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BeitragVerfasst: Mo 21. Mai 2012, 10:11 
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Foren-Neuling

Registriert: Do 26. Apr 2012, 2:20
Beiträge: 3
Du hast geschrieben: "Da diese Stimme nicht schneller sprechen kann, als ein normaler Mensch im realen Leben, kann ich nur so schnell lesen, wie ich auch laut vorlesen kann."

Genau das meinte ich. Die Stimme im Kopf kann *genau deshalb* nicht schneller lesen, als man das selbst im "echten Leben" kann, weil sie (wie erwähnt) mit den ganz normalen neuromuskulären Strukturen, die man im echten Leben zum Sprechen benötigt, verbunden/gekoppelt ist. Das heißt bei Feldenkrais "undifferenziert". Differenzierung würde hier bedeuten: Ich nehme die Worte/den Inhalt auf, *ohne* daß die üblichen Sprachwerkzeuge (ob stumm oder laut, die sind immer dabei) mitmachen. Dann kann ich die Geschwindigkeit des Lesens verzwanzigfachen, ohne das dabei etwas verlorengeht. Der "Flaschenhals" ist futsch...

Bei Dir kommt noch etwas hinzu, nämlich das laute Mitsprechen (wenn ich das richtig verstanden habe). Das ist aber - im Vergleich zum stummen "Mitlesen-Mitsprechen" nur ein gradueller und kein prinzipieller Unterschied. Deine "Handlungsmuster" (d.h. neuromuskulären Patterns) sind einfach noch ein wenig "undifferenzierter", als wenn man nur stumm mitliest. Ist aber wurscht (und genauso zu lösen).

Mit anderen Worten: Meine Vermutung, daß eine "Differenzierung" hier das Mittel der Wahl ist, scheint richtig zu sein.

Wie das ganze zu bewerkstelligen ist, kann man mit zielgerichteten ATM-Lessons wunderbar herausfinden...


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 Betreff des Beitrags: Re:
BeitragVerfasst: Di 30. Jan 2018, 14:37 
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Registriert: Do 26. Mär 2015, 9:56
Beiträge: 23
Sokron hat geschrieben:
Lord, ich lese - natürlich je nach Text - auch mit ca. 800-1000 Wörter pro Minute und das Ganze mit Subvokalisieren. Studien zum Gedächtnis legen nahe, dass die Informationsverarbeitung auf der ersten Ebene sehr stark auditiv erfolgt. Du tust deinem Textverständnis also keinen Gefallen, wenn du dir das mit Techniken abgewöhnst und versuchst "gehirnungerecht" zu lesen. Manche Lerntypen sprechen generell wenig mit und andere brauchen das sehr stark. Im ersten Fall musst du nix abgewöhnen, im letzten Fall solltest du das m.E. nicht machen.

Natürlich spreche ich bei hohem Tempo nicht mehr Wort für Wort mit, aber das braucht auch niemand. Nach und nach lässt du automatisch Füllwörter weg, du sprichst nur noch Schlagworte, die auch nicht mehr vollständig und entwickelst das mit der Geschwindigkeit mit.

Das konzentrierte Erinnern an Details kommt mit der Übung. Wichtig ist, dass du zunächst ganz isoliert das Tempo steigerst. Verständnis und Erinnerung entwickeln sich nach und nach.


wie lange dauert es etwas bis man sich an die Sachen dann auch wirklich erinnern kann?
Oftmals ist es ja dann eher so das man glaubt sich erinnern zu können und das macht das lernen des erinnerns für mich nochmal ne ecke schwerer


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