Brainboard - Gedächtnis, Lernen, Mnemotechnik

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BeitragVerfasst: Fr 07. Mär 2014, 21:20 
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Registriert: So 29. Sep 2013, 22:24
Beiträge: 11
Liebe Brainboard-Gemeinde,

Ich verfolge gerade sehr aufmerksam die Entwicklungen in der Ukraine, das Verhalten des Westens und der russischen Seite. Mir wird in diesen Zeiten immer mehr bewusst wie wichtig und schwierig es ist, eine Informationsquelle zu haben, die zumindest keiner Instanz mit Interessen unterliegt...

Hier eröffnet sich für mich ein ziemliches Dilemma.. man fühlt sich so klein und unwissend, fühlt sich begrenzt und hätte doch so gerne einen ausreichend großen Horizont. Den kann man sich wohl erarbeiten, man kann zumindest versuchen, der Realität ein Stückchen näher zu kommen - dazu braucht man aber erst mal Quellen, deren hoher Anspruch es ist, das (Welt)geschehen ohne Interessen zu beschreiben.

Das ist im Grunde ein alter Hut: Die Wirklichkeit ist viel zu komplex, ein Artikel, eine Kolumne oder ein Kommentar ist zumeist subjektiv... und eine Zusammenfassung fast kategorisch ungenügend um ein wirkliches Abbild zu liefern.

Ich denke ihr versteht worauf ich hinaus will.

Wie geht ihr mit diesem Dilemma um? Akzeptiert ihr das oder versucht ihr, wenn ja - wie, den von mir gerade so gewünschten Überblick zu behalten?

Und um noch präziser zu werden:
Ich würde mich gerne regelmäßiger auf dem Laufen halten. Das heißt, ich will es wirklich in meinen Alltag integrieren.
Wie macht ihr das? Ließt hier noch jemand wirklich regelmäßig Zeitung? Oder schaut ihr etwa in Apps nach - in den öffentlichen, auf dem Weg zur Arbeit? In der Früh oder am Abend? Oder schwappt das wirklich wichtige sowieso irgendwie zu einem herein?

Ich freue mich wirklich sehr auf eure Antworten und bedanke mich für Ratschläge und Einblicke in eure Verhaltensweisen, wenn es um Informations- und Nachrichtenbeschaffung geht.


viele Grüße


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BeitragVerfasst: Fr 07. Mär 2014, 22:54 
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Superbrain

Registriert: Di 27. Dez 2011, 15:19
Beiträge: 282
Wohnort: Humptrup
neutraler Sender: Euronews, die senden original Fernsehbeitrage von verschiedenen Sendern aus vielen verschiedenen Ländern in momentan glaube ich 13 Sprachen übersetzt.


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BeitragVerfasst: Sa 08. Mär 2014, 1:24 
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Superbrain
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Registriert: Mo 11. Feb 2008, 16:34
Beiträge: 437
Ich muss zugeben, dass ich vergleichsweise desinteressiert bin, was aktuelle Nachrichten betrifft. Das liegt vor allem daran, dass aktuell für mich nicht so wirklich ein Kriterium ist bei Wissen. Wenn man das heute aktuelle Wissen mit einem Abstand von sagen wir 1 Jahr betrachtet, dann merkt man erst so richtig, wie wenig einen davon tatsächlich interessiert - wenn eben das aktuelle daran weg ist. Ich will mir nicht so gern Interesse auferzwingen lassen über mediale Trends. ^^ Es lässt sich natürlich nicht ganz vermeiden durch soziale Kontakte. Ganz vermeiden will ichs dann schon auch nicht, weil teilweise durchaus interessante Themen dabei sind. Aber mir gefällt es grundsätzlich besser, wenn die Dinge, die mich beschäftigen nicht so sehr von den Medien diktiert werden. Der Nachteil ist halt, dass man für andere Menschen seltsamer rüberkommt, wenn man sich gesellschaftlich selbstverständliches Wissen erstmal erklären muss. ^^


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BeitragVerfasst: So 09. Mär 2014, 10:03 
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Superbrain

Registriert: Di 08. Nov 2011, 11:50
Beiträge: 229
Wohnort: Markgräflerland
SPIEGEL Online und ZEIT Online (kostenlos) abonniert, ergeben (für mich) täglich einen guten Überblick mit der Möglichkeit, sich dort vertiefend zu informieren, wo mich etwas besonders interessiert. Neben der Tageszeitung meiner Wahl.

_________________
Zu allen wirklichen Abenteuern gehört, dass man einen Schatz sucht.
David Loye


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BeitragVerfasst: Di 18. Mär 2014, 22:20 
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Foren-Neuling

Registriert: Sa 09. Jun 2012, 22:16
Beiträge: 5
Man muss sich bewusst sein WER hinter der Nachrichtenquelle sitzt.

Einige wenige Menschen kontrollieren nahezu den gesamten Nachrichtenfluss der deutschsprachigen Medien und zwar die Eigentümer von:
- Bauer
- Bertelsmann
- Burda
- Google
- Holtzbrinck
- News Corporation
- Springer

Am besten ist, man beschäftigt sich jeweils mit dem persönlichen Hintergrund und den politischen Ansichten der oben genannten Eigentümer.

Andererseits wurde etwa die Süddeutsche Zeitung vom US-amerikanischen Militär installiert.

Allgemein kann man feststellen, dass alle neuen aufstrebenden Medien früher oder später von den großen Medienmogulen aufgekauft werden, so etwa hat News Corporation Myspace aufgekauft oder Google hat Youtube übernommen.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass bei uns keine anderen Verhältnisse herrschen als in Russland, in Nordkorea oder unter Berlusconi. Den allerwenigsten ist das nur leider bewusst.

Und selbst wenn man tatsächlich die uneingeschränkte Meinungsfreiheit hätte (was wir nicht haben), dann wäre das alles bedeutungslos, solange man nicht die Mittel hat seine Meinung einem weiten Kreis mitzuteilen. Denn die einzelne Stimme wiegt im Vergleich zu den Massenmedien nur so wenig wie ein Tropfen Wasser im Ozean. Zudem kommt noch hinzu, dass hinter den Massenmedien Psychologen und Rhetoriker sitzen, welche die Masse auf wissenschaftliche Art gezielt manipulieren können.

Der einzige Hoffnungsschimmer ist überhaupt das Internet, welches gleichzeitig die größte Bedrohung für die Massenmedien darstellt. Wie lange wir noch diese Möglichkeit haben ist fraglich. Ein paar Begriffe dazu sind „Netzneutralität“, „Vorratsdatenspeicherung“, Wikileaks dreht man einfach den Geldhahn ab und die bislang effektivste Strategie einfach alles aufzukaufen. Sollte es jemals erreicht werden, dass wir eine weltweite Regierung haben, wird es in dieser Hinsicht vollkommen düster werden.

Abschließend:
Es ist vollkommen unmöglich sich eine objektive Meinung zu bilden. Jemand sagt etwas und man hat keine Möglichkeit es zu überprüfen. Andererseits kann man sich an nichts orientieren, wenn man niemandem vertraut. Das ist das Dilemma. Zudem vermengen Zeitungen gezielt viele Wahrheiten um dann eine Lüge unterzubringen. Hierzu können auch Nachrichten über das Wetter und die Lottozahlen dienen, sowie viele kleine Geschehnisse, Unfälle und Katastrophen im Alltag, um dann schließlich eine politische Lüge einzubauen. In diesem Zusammenhang ist auch folgendes interessant: http://de.wikipedia.org/wiki/Konformitätsexperiment_von_Asch

Viel sinnvoller ist darauf zu schauen wem und welchen politischen Interessen eine bestimmte Nachricht nützt und welcher Weltanschauung sie zugrunde liegt.

Ich werde aus Mangel an Zeit vermutlich nicht mehr auf die Antworten eingehen können, ich hoffe allerdings, dass diese Gedanken den ein oder anderen angeregt haben.


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BeitragVerfasst: Di 18. Mär 2014, 23:39 
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Regelmäßiger Besucher

Registriert: So 29. Sep 2013, 22:24
Beiträge: 11
vielen Dank für eure Antworten soweit,

die Frage ist bei mir nach wie vor aktuell und angesichts der in meinen Augen stark unterkühlten Aussenpolitik in der Krim-Angelegenheit (ich möchte hier gezielt den Begriff "Krise" umschiffen) nimmt für mich der folgende von Timm erwähnte, sehr präzise Gedanke eine übergeordnete Dimension an:

Timm hat geschrieben:
Jemand sagt etwas und man hat keine Möglichkeit es zu überprüfen. Andererseits kann man sich an nichts orientieren, wenn man niemandem vertraut. Das ist das Dilemma.


darf ich diese Gelegenheit nutzen und das Augenmerk auf die im Post erwähnte politsche Angelegenheit lenken, die in meinen Augen eigentlich von Objektivität, an den richtigen Stellen aber auch von Menschlichkeit und Subjektivität geprägt sein sollte(!).
Es geht hier auch um Vertrauen.
Findet ihr es fehlt in der Aussenpolitik an Vertrauen?
Ich stelle zunehmend fest, wie die westliche Bevölkerung überrascht ist von der Rolle der westlichen Regierung. Findet ihr, dass in der Aussenpolitik, dass speziell in diesem Konflikt etwas mehr Vertrauen der gemeinsamen Entwicklung förderlicher gewesen wäre als Sanktionen?

Entschuldigt diesen politischen Ausschweif. Aber ich (Student, 22) verfolge das gerade sehr Aufmerksam mit.
Antworten, die die ursprüngliche Frage der Informationsbeschaffung betreffen sind freilich ebenso erwünscht.
vielen Dank für deine bereichernde Antwort, Timm.

Grüße


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BeitragVerfasst: Mi 19. Mär 2014, 7:08 
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Superbrain
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Registriert: Do 28. Aug 2008, 19:19
Beiträge: 651
Wohnort: Tübingen
pantalonis hat geschrieben:
(ich möchte hier gezielt den Begriff "Krise" umschiffen)

Ich finde den Begriffe „Krise“ für die Krim ebenfalls maßlos negativ besetzt. Ja, es ist keine schöne Angelegenheit aber aus welcher Perspektive?

Ich finde die Meinungsmache, rote Banner und Headlines, doch sehr polarisierend. Griechenland-Kriese, Euro-Krise, Krise der GroKo, Edathy-Affäre.

Es sterben täglich Menschen an Unterernährung (jährlich etwa 2,6 Millionen Kindern unter fünf Jahren bei - ein Drittel aller Sterbefälle von Kindern weltweit.) das sind die wahren Krisen, aber darüber wird seltenst berichtet. :cry:

_________________
„Die Leistungsfähigkeit des Hirns nimmt zu, je mehr man es in Anspruch nimmt.“
Alfred Herrhausen (1930-1989), dt. Bankier


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BeitragVerfasst: Do 20. Mär 2014, 23:45 
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Superbrain

Registriert: Di 27. Dez 2011, 15:19
Beiträge: 282
Wohnort: Humptrup
Wir sind ja gewissermaßen eine "Krisengesellschaft", wo eine Krise nach der anderen herrscht und die Medien machen die jeweiligen annormalen Ereignissen zu einer "Krise" und Krise hört sich doch auch interessant an und wenn man sieht, was es in der Geschichte vor dramatische Zeiten gegeben hat, so ist auch die Krimkriese und das drum herum und was die Medien daraus machen, einfach lächerlich. Eine Region hat für einen Anschluss an das Land gestimmt, dem sie sich zugehörig fühlt, was eigentlich nichts völlig neues ist.

Ich habe mal einen Interessen Artikel über einen Briten oder Amerikaner gelesen, der vor gut 100 Jahren gesagt hat, dass, wenn sich Frankreich, Deutschland und Russland verbünden, es keine Macht der Welt mit ihnen aufnehmen könnte und die Weltmachtstellung UK/USA dahin wäre. Und die Politik der letzten 100 Jahre beruht genau auf dieser Angst der Briten und Amerikaner.


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BeitragVerfasst: Mo 28. Jul 2014, 10:57 
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Registriert: Mo 21. Jul 2014, 8:16
Beiträge: 10
Hey,

also ich versuche schon up to date zu bleiben. Morgens vor der Uni les ich immer
Spiegel Online und diverse andere Nachrichtenportale.
Hab mir gerade hier ein Samsung Tablet zum PDF lesen besorgt. natürlich
informier ich mich damit auch über aktuelle Geschehnisse. Ich hab das Gefühl,
dass es im Moment überall auf der Welt brennt. Mehr als sonst. Eigentlich
darf man das gar nicht so sehr an sich heranlassen, sonst dreht man durch.
Dann hab ich noch die Sontagsausgabe der FAZ im Abo, das ist meiner Meinung nach
qualitativ hochwertiger Journalismus und nicht zu sehr eingefärbt in eine Richtunng.

Gruß! Theo

_________________
Meine gute Laune geht grade meine Motivation suchen - verdammt jetzt sind beide weg


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BeitragVerfasst: Mi 24. Sep 2014, 13:37 
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Registriert: Mi 24. Sep 2014, 13:35
Beiträge: 1
Ich denke man sollte versuchen Nachichten aus Quellen zu beziehen, die nicht so durch den Propagandafilter gehen.
vice, oder RT sind da meine favoriten.

Meine Frau und ich Bauen gerade und wir schauen hier gerne mal vorbei.


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BeitragVerfasst: Do 04. Dez 2014, 17:34 
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Registriert: Mi 03. Dez 2014, 16:15
Beiträge: 10
Wohnort: München
Was Nachrichten betrifft: Ich versuche schon mich regelmäßig auf dem Laufenden zu halten. Eine Zeitlang hatte ich den Spiegel abonniert, bin aber mit Lesen gar nicht hinterher gekommen, weil dann doch immer so viel für die Uni zu tun war oder andere Dinge anlagen. Jetzt lese ich zwischendurch die Online-Version, das geht ganz gut auf dem Weg zur Uni oder wenn man bei Verabredungen noch auf jemanden warten muss.
Nach Informationen suche ich, wenn ich etwas konkretes Wissen möchte oder etwas brauche. Das läuft bei mir immer über das Internet. Je nach dem, was ich suche, lande ich dann auf verschiedenen Seiten.

_________________
Schwimmen lernt man nur im Wasser.


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BeitragVerfasst: Do 26. Mär 2015, 10:59 
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Registriert: Do 26. Mär 2015, 9:56
Beiträge: 23
Diverse Quellen aus dem Netz.

Zuletzt lese ich meist den Postillion, damit man in dieser kaputten Welt noch was zum lachen hat... :lol:


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BeitragVerfasst: Do 09. Apr 2015, 13:45 
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Einmal-Schreiber

Registriert: Do 09. Apr 2015, 8:17
Beiträge: 1
Der Postillion gehört bei mir auch zur Stammlektüre. Allerdings steht dabei nicht der Informationsgehalt im Fokus.


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BeitragVerfasst: Fr 05. Jun 2015, 9:53 
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Foren-Neuling

Registriert: Fr 14. Nov 2014, 9:52
Beiträge: 9
Ich schaue oft N24 oder auch mal CNN. Sonst habe ich die vom Stern und Spiegel auf meinem Telefon.


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BeitragVerfasst: Mi 29. Jul 2015, 15:37 
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Registriert: Fr 08. Mai 2015, 13:15
Beiträge: 19
Ich nutze die Tagesschau-App!


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