Wie baue ich ein System auf?

Alles was Lerntechniken und Lernstrategien betrifft, insbesondere aber nicht ausschließlich gehören hier auch die Anwendungen von Mnemotechnik herein.
Wie kann ich am besten für Prüfungen lernen, wie merke ich mir Namen, wie lerne ich Zahlen oder Formeln etc.

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Wodan
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Wie baue ich ein System auf?

Beitrag von Wodan »

Hallo!

Ich möchte in nächster Zeit, mein Allgemeinwissen zu erweitern.
Dabei möchte ich mir alle möglichen Infos merken, von historischen Daten über Infos zu einzelnen Ländern bis hin zu chemischen Elementen.
Die Frage ist jetzt: Wie baue ich mir ein System, das diesen Anforderungen gerecht wird?
Optimalerweise sollte das System flexibel sein und sich bei Bedarf schnell und einfach erweitern lassen. Auch die Wiederholbarkeit spielt eine Rolle.
Die Routenmethode würde daher wegfallen, weil ich mir da zuerst immer eine neue Route erstellen muss, wenn mir die Punkte ausgehen. Sie wäre also nicht flexibel genug.

Gibt es da ein System?
Ich habe schon ein bisschen vom SEM3-System gelesen, das scheint aber recht unpraktisch zu sein, weil es zu Verwechslungen kommen kann. Dann habe ich noch an einen fiktiven Gedächtnispalast gedacht. Diesen müsste man ja relativ schnell und flexibel erweitern können, ich weiß aber nicht, ob ein fiktiver Gedächtnispalast überhaupt praktikabel ist. Ich habe auch noch etwas von einem Garderobensystem gehört, wo man einfach eine neue Garderobe mit einer alten verknüpft. Diese neue Garderobe nimmt man dann wieder, falls ich das richtig verstanden habe, als Ausgangspunkt, um sich neue Infos zu merken. Ich weiß aber nicht, ob das wirklich funktioniert. Was haltet ihr von diesen Systemen?

Habt ihr Systeme, die ihr benutzt, um euch große Mengen an Informationen zu merken? Falls ja, wie sieht euer System aus und warum benutzt ihr gerade dieses?

Danke für eure Hilfe.
MUNDUS VULT DECIPI
Captain Basil
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Re: Wie baue ich ein System auf?

Beitrag von Captain Basil »

Vielleicht ist das doch eher was für virtuelle Karteikartensysteme wie Anki oder Supermemo?
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Wodan
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Re: Wie baue ich ein System auf?

Beitrag von Wodan »

Das wäre eine Lösung, das ist richtig.
In diesem Fall geht es mir aber auch darum, mir Infos, über die ich zufällig stolpere, einfach ohne großen Aufwand abspeichern zu können. Bei virtuellen Karteikartensystemen hatte ich immer das Problem, dass man sie vorbereiten muss. Ich kann mir also damit nicht einfach schnell etwas merken. Ich meine, es geht natürlich schon, wenn ich mich danach hinsetze und es ins System übernehme. Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass ich das in den meisten Fällen vergesse und die Information dann einfach verschwindet.
Ich bin also eher auf der Suche nach einem System, das ich vollkommen in meinem Kopf habe und das ich damit ohne große Vorbereitung oder irgendwelche "Hilfsmittel" wie einem Computer oder einem Smartphone wiederholen und erweitern kann.
MUNDUS VULT DECIPI
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Philodoof
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Re: Wie baue ich ein System auf?

Beitrag von Philodoof »

Das Problem, wenn du es nur in deinem Kopf haben willst, ist, dass es zunehmend schwerer wird den Überblick über die Wiederholungszyklen zu behalten, zumal die ja ohnehin eigentlich nie vollkommene Sicherheit garantieren und man immer wieder einen Teil vergisst, weil man sich Informationen unterschiedlich gut merkt.
Also mir fällt jedenfalls keine Idee ein, wie du das nur in deinem Kopf aufziehen könntest, ohne auch mit Verfall rechnen zu müssen, gegen den du ohne externe Aufzeichnungen wohl wenig unternehmen könntest.
Würde mich aber natürlich auch gerne von einer guten Lösungsidee "entzweifeln" lassen. :)

Ich lerne ja auch Allgemeinwissen, bisher nutze ich da weitgehend Excel, aber auch zunehmend Anki. Ich habe es für mich so geregelt, dass ich Informationen unterwegs einfach vorübergehend auf Routen und Gedächtnispalästen speichere bis ich zu Hause bin und sie übertragen kann. Ich bezeichne meine Routen, bzw. manche davon auch gerne deshalb als meine mentalen USB-Sticks. Solange ich in dem Moment daran denke, dass ich mir das gerne behalten würde und nicht zu faul bin zu memorieren, geht so fast nie was verloren, bis ich es in die Programme einarbeiten kann.
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Wodan
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Re: Wie baue ich ein System auf?

Beitrag von Wodan »

@Philodoof
Du meinst also, dass größere Konstrukte wie z. B. ein Gedächtnispalast nicht praktikabel sind, weil man irgendwann nicht mehr genug wiederholen kann?
Was wäre, wenn man einen Gedächtnispalast baut und als Versicherung alle Daten auch noch in anderer Form, z. B. in einen Notizbuch, hat? Dann könnte man das Verfallsproblem umgehen. Man müsste ja nur nachschauen.
Oder meinst du, dass ein größeres gedankliches Konstrukt allgemein unpraktikabel ist?

Danke.
MUNDUS VULT DECIPI
Flossi
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Re: Wie baue ich ein System auf?

Beitrag von Flossi »

Über dieses Problem habe ich mir auch schon den Kopf zermartert. Eine Idee unter mehreren bestand darin, die Informationen selbst zu nutzen, um fiktive Routen zu basteln: Trockenen Daten und Sachverhalte werden übersetzt in anschauliche Bilder, die ihrerseits die Loci bilden. Anki sollte mir sagen, wann es gilt, welche Route zu wiederholen. Das System klappt ganz gut, abgesehen von einem Punkt, an dem es immer wieder scheitert: Die Rücktransformation der Loci in Information. Ich kann mich dann genau erinnern, wie eine Station aussieht, aber nicht mehr daran, was sie bedeutet.

Derzeit experimentiere ich mit einer Variation des optischen Schnell-Lesens, die es gestattet, einen Textbereich als visuelles Abbild aufzunehmen. Ich erhoffe mir davon, mit entsprechender Übung ganze Seiten wortgetreu aufrufen zu können, so ähnlich wie Kim Peek und Magliabechi es zu tun vermochten. Aber bis dahin fließt wohl noch eine Menge Wasser die Donau hinunter - falls es überhaupt dazu kommt.
MrMurphy
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Re: Wie baue ich ein System auf?

Beitrag von MrMurphy »

Hallo Wodan

Ich denke du erwartest viel zu viel.
Dabei möchte ich mir alle möglichen Infos merken, von historischen Daten über Infos zu einzelnen Ländern bis hin zu chemischen Elementen.
Kurz: Vergiß es. Auch
In diesem Fall geht es mir aber auch darum, mir Infos, über die ich zufällig stolpere, einfach ohne großen Aufwand abspeichern zu können.
erschwert das merken.

Wenn du dir komplett Bücher zum Gedächtnistraining durchliest oder Videotrainings durcharbeitest wirst du immer wieder auf den Hinweis stoßen, dass ein sehr wichtiger Bestandteil vom Merken das Interesse ist.

Sei es freiwillig aus Freude am Thema oder "zwangsweise" in Schule, Studium, Ausbildung und Beruf. Ohne Kontakt mit dem Thema helfen Lerntechniken nur beschränkt. Und schon gar nicht im Vorübergehen.

Du kannst dir Informationen entweder im Kurzeitgedächtnis speichern oder mittel- bis langfristig. Mittel- und langfristiges Merken setzt aber mehrfaches Wiederholen voraus. Da kommst du nicht drum herum. Außer du hättest besondere Fähigkeiten - dann müsstest du aber nicht hier fragen.

Zunächst musst du mehrmals täglich wiederholen, dann täglich, nach 10 bis 14 Tagen mit immer längeren Pausen. Nach vier bis sechs Wochen bleiben die Informationen im Langzeitgedächtnis.

Die Informationen, die sich die Cracks ins Kurzzeitgedächtnis schaufeln, zum Beispiel die Reihenfolge eines Kartenspiels oder Zahlenfolgen, sind in der Regel wieder weg, sobald sie nicht mehr gebraucht werden.

Das ganze ist auch unabhängig von der verwendeten Lernmethode.

Weiterhin ist es von Vorteil Informationsweise zu lernen, also ein Kartenspiel oder chemische Elemente oder eine Einkaufsliste oder bestimmte Fachbegriffe oder ein Kapitel aus einem Lehrbuch ... und nicht alles durcheinander, so wie es dir wohl vorschwebt.
Die Routenmethode würde daher wegfallen, weil ich mir da zuerst immer eine neue Route erstellen muss...
Das ist so nicht richtig. Routen können und sollen immer wieder verwendet werden. Das entscheidende bei dieser Methode ist doch grade, dass man seine Routen in- und auswendig durchnummeriert kennt. Wenn man sich für jede neue Lerneinheit eine neue Route erstellen muss oder will ist das nicht zu schaffen. Eine Route soll nur nicht mehrmals täglich verwendet werden.

Normalanwender kommen mit 20 bis 25 Routen verschiedener Länge vollkommen aus. Die lassen sich zudem auch kombinieren.
Habt ihr Systeme, die ihr benutzt, um euch große Mengen an Informationen zu merken?
Nein, ich kombiniere die unterschiedlichen Systeme. Die großen Mengen an langfristigen Informationen ergeben sich dann im Laufe der Zeit.

Um sich die größten Mengen an Informationen langfristig zu speichern ist der Gedächtnispalast wohl am geeignetsten. Aber er muss langsam und solide aufgebaut werden, Raum für Raum.

Gruss

MrMurphy
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Wodan
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Re: Wie baue ich ein System auf?

Beitrag von Wodan »

Das heißt, dass ein Gedächtnispalast grundsätzlich schon praktikabel ist, solange er auf einem ordentlichen Fundament steht.
Das heißt, dass man es mit dem Erbauen nicht übereilen sollte, sich für die Infos, die man speichern möchte, auch interessiert, regelmäßig wiederholt und die Infos zu thematisch ähnlichen Gruppen ordnet.
MUNDUS VULT DECIPI
MrMurphy
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Re: Wie baue ich ein System auf?

Beitrag von MrMurphy »

Hallo
Das heißt, dass ein Gedächtnispalast grundsätzlich schon praktikabel ist, solange er auf einem ordentlichen Fundament steht.
Genau. Aber ich meine nicht nur das Fundament, sondern den grundsätzlichen Aufbau. Was soll in welchen Stockwerken abgelegt werden? Ist es sinnvoll in einem oder mehreren Stockwerken abgetrennte Abteilungen zu verwenden. Wobei die endgültige Struktur zu Beginn noch gar nicht feststehen kann. Da muss man flexibel bleiben. Gedächtnispaläste sollen ja keine realen Gebäude werden. Je kreativer, bunter, beweglicher, ..., sie sind desto besser.

So müssen nicht alle Räume zwangsweise Türen haben. Man kann zum Beispiel auch wie in Adventures von einem Raum zum nächsten Tauchen. Räume können Höhlen sein. Absolute Innenräume können Fenster mit Fernblick haben. Man kann sich wie in einigen Filmen plötzlich in Parallelwelten befinden.
Das heißt, dass man es mit dem Erbauen nicht übereilen sollte, sich für die Infos, die man speichern möchte, auch interessiert, regelmäßig wiederholt und die Infos zu thematisch ähnlichen Gruppen ordnet.
Richtig. Unter den Voraussetzungen bleiben Informationen jahre- oder jahrzehntelang abrufbar.

Und du solltest die unterschiedlichen Merktechniken kombinieren. Also im Gedächtnispalast auch andere Merktechniken verwenden.

Gruss

MrMurphy
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Wodan
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Re: Wie baue ich ein System auf?

Beitrag von Wodan »

Danke, das klingt echt gut.

Zwei Dinge sind mir noch nicht ganz klar:
Was meinst du genau mit "Also im Gedächtnispalast auch andere Merktechniken verwenden"? Wie kann ich mir das konkret vorstellen?
Wenn Wissen einmal im Langzeitgedächtnis verankert ist durch regelmäßiges Wiederholen, was mache ich dann mit den Loci, auf denen diese Infos abgelegt waren? Soll ich die bereits gemerkten Infos weiterhin dort lassen oder kann man die Loci auch neu belegen bzw. was ist besser?
MUNDUS VULT DECIPI
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Philodoof
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Re: Wie baue ich ein System auf?

Beitrag von Philodoof »

Wodan hat geschrieben:@Philodoof
Du meinst also, dass größere Konstrukte wie z. B. ein Gedächtnispalast nicht praktikabel sind, weil man irgendwann nicht mehr genug wiederholen kann?
Was wäre, wenn man einen Gedächtnispalast baut und als Versicherung alle Daten auch noch in anderer Form, z. B. in einen Notizbuch, hat? Dann könnte man das Verfallsproblem umgehen. Man müsste ja nur nachschauen.
Oder meinst du, dass ein größeres gedankliches Konstrukt allgemein unpraktikabel ist?

Danke.
Nein, ich meinte
1. dass ich mir da schon mittelfristig keine vernünftige Durchführung von gezielten Wiederholungszyklen vorstellen kann, wenn du darauf bestehst, alles nur mit deinem Kopf zu erledigen
2. dass du so keinerlei Absicherung hast für Informationen, die du vergisst (meine Erfahrung ist zumindest, dass man auch einen Teil der Informationen über die Zeit wieder vergisst und wieder neuerlernen muss, weil es verdammt schwierig ist für jede Information den perfekten Wiederholungszeitpunkt abzupassen)
Also ich denke du hast hier ein paar organisatorische Aspekte nicht bedacht und ich würde dir raten zu unterstützenden Programmen zu greifen, auch wenn die Abhängigkeit von denen nicht schön ist.

Ich denke größere Konstrukte sind machbar, wenngleich es mit einiger Wiederholungsarbeit verbunden ist. Du kannst ja selbst auch ein wenig Einfluss darauf nehmen, zumindest wenn du mit Programmen arbeitest. Denn die können dir die Wiederholungsbelastung ja auch in gewissem Maße prognostizieren und insofern kannst du den Ausbau des Konstrukts ja gegebenenfalls aufschieben, sodass die zeitliche Machbarkeit im Einklang mit anderen Anforderungen gewährleistet bleibt.
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Philodoof
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Re: Wie baue ich ein System auf?

Beitrag von Philodoof »

Wodan hat geschrieben:@Philodoof
Du meinst also, dass größere Konstrukte wie z. B. ein Gedächtnispalast nicht praktikabel sind, weil man irgendwann nicht mehr genug wiederholen kann?
Was wäre, wenn man einen Gedächtnispalast baut und als Versicherung alle Daten auch noch in anderer Form, z. B. in einen Notizbuch, hat? Dann könnte man das Verfallsproblem umgehen. Man müsste ja nur nachschauen.
Oder meinst du, dass ein größeres gedankliches Konstrukt allgemein unpraktikabel ist?

Danke.
Nein, ich meinte
1. dass ich mir da schon mittelfristig keine vernünftige Durchführung von gezielten Wiederholungszyklen vorstellen kann, wenn du darauf bestehst, alles nur mit deinem Kopf zu erledigen
2. dass du so keinerlei Absicherung hast für Informationen, die du vergisst (meine Erfahrung ist zumindest, dass man auch einen Teil der Informationen über die Zeit wieder vergisst und wieder neuerlernen muss, weil es verdammt schwierig ist für jede Information den perfekten Wiederholungszeitpunkt abzupassen)
Also ich denke du hast hier ein paar organisatorische Aspekte nicht bedacht und ich würde dir raten zu unterstützenden Programmen zu greifen, auch wenn die Abhängigkeit von denen nicht schön ist.

Ich denke größere Konstrukte sind machbar, wenngleich es mit einiger Wiederholungsarbeit verbunden ist. Du kannst ja selbst auch ein wenig Einfluss darauf nehmen, zumindest wenn du mit Programmen arbeitest. Denn die können dir die Wiederholungsbelastung ja auch in gewissem Maße prognostizieren und insofern kannst du den Ausbau des Konstrukts ja gegebenenfalls aufschieben, sodass die zeitliche Machbarkeit im Einklang mit anderen Anforderungen gewährleistet bleibt.
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n'ass
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Re: Wie baue ich ein System auf?

Beitrag von n'ass »

Hallo Wodan,
die erste Frage, die ich mir stellen würde, bevor ich mir den Welteroberungsplan von Pinky & Brain anschauen würde, warum willst du so ein System überhaupt aufbauen?
Es liegt in der Natur des Menschen etwas in Konstrukte, Fundamente, Objekte einzuordenen sei es um ihnen einen Sinn zu geben oder um Sachen besser kontrollieren zu können.
Für das Gehirn an sich sind das alles Fremdwörter.
Da gibt es keine Schwerkraft wofür man ein Fundament brauchen könnte und auch keine Stürme und Regen wozu man ein Dach und solide Wände brauchen würde.
Reize, Emotionen, Bilder, Logik, Erfahrungen, Konkurerenz der Gehirnareale, soziale Interaktion wären sicherlich Rohstoffe und Themen die man erstmal für sich klären müsste.

Für Konstrukte gibt es reichlich Beispiele aus der Natur: Schau dir doch das Wachsen von Kristallen an, oder
Entstehung der Spinnennetze. Diese Dinge sind nicht irgendeinem Marketingjoke entsprungen sondern Konstrukte die über Jahrtausende auf natürliche Weise sich entwickelt und bewährt haben.

Wenn ich dich richtig verstanden habe willst du ein dynamisches System haben um schneller Wissen abrufen zu können.
Mein Vorschlag: Um schnellstmöglich Ergebnisse zu erziehlen nimmst du dein altes System dein bisheriges Wissen und prüfst das Wissen nach einem zufallgenerierten Methode ab.
Damit kannst du die Geschwindigkeit der Abrufbarkeit steigern und gleichzeitig Lücken aufdecken und behandeln.

Letztens möchte ich doch noch ein Vorschlag zu einem System machen.
Warum entwirft man nicht ein Managementsystem für seine Gefühle. Wenn man auf anhieb sich für ein Lernthema begeistert lernt man doch effektiver
Ein Ziel wäre dann ein bestimmten emotionalen Zustand beim Lernen zu haben und einenn Zustand beim Abrufen zu haben.
Bringt man sich in die richtige emotionale Stimmung werden Informationen automatisch abrufbereit geschaltet, das Unterbewusstsein merkt sich ja eh alles
nur ein großer Teil wird ausgefiltert und als Lösung später präsentiert.
Denkt man stark an eine Citrone wird die Schleimbildung im Mund angeregt. Warum? Nun das Gehirn bietet uns eine Lösung an indem es die Schleimproduktion im Mundraum anregt?
Wenn ich bei der Meditation meine Wahrnehmung ständig auf eine Emotion zurückhole werde ich nach 30 Minuten mich diesem emotionalen Zustand stark angenähert haben. z.B Ärger, Angst
Ich weis keiner möchte diese Emotionen haben aber man wird staunen was man alles zu hören bekommt wenn man 30 Minuten einfach sein Bewusstsein auf die Emotion Ärger
zurückholt und dann versuch mit einer Person oder Partner ein Gespräch anzufangen. Spätestens dann wird man die negativen Seiten des Partners oder Partnerin kennenlernen. :=)
Was ich damit sagen will ist Wissen ist realtiv.
Wir brauchen emotionale Konstrukte um Wissen anzuhäufen und auch emotionale Konstrukte um es zu transferieren und abzurufen.
Aufgaben des Systemmanagements wären dann seine Emotionen nicht den Gedanken unterzuordnen, sondern den Gedankenhergang der Emotion folgen zu lassen.
Auch wäre es die Aufgabe neue Emotionen zu erforschen unter denen man lernt bzw. sein Wissen transferiert.
Das Wichtige in meinen Augen ist, dass man sowohl lernt mit positiven und negativen Emotionen zu arbeiten sogar mehr mit den negativen Emotionen arbeitet,
um eine größtmögliche Differezierung und Kontrolle zu den Zugängen für sein Wissen zu haben und auch übt diese Emotionen bei Gesprächspartnern wiederzuerkennen
und ein Gespräch auch später leiten zu können. Ein Beispiel für solche Systeme finden wir bei Management und Vertrieb, NLP-Coaching. Z.B. bringen sich Verkäufer oder Manager erst in
ein emotionalen bestimmten Zustand bevor sie in ein Verkaufsgespräch oder Verhandlung reingehen.
Die Menschen sind wie Tiere, doch eins können die Tiere nicht, sich etwas vorstellen.
pandafohlen
Einmal-Schreiber
Beiträge: 1
Registriert: Sa 20. Feb 2021, 9:57

Re: Wie baue ich ein System auf?

Beitrag von pandafohlen »

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und nicht sicher wie man sich zurechtfindet, deshalb schreibe ich einfach mal drauf los:

Ich würde mir auch gerne ein System aufbauen und wollte mal ein paar Meinungen und Tipps ranholen. Ich möchte einen Gedächtnispalast entwerfen, der es mir ermöglicht die Jahreszahlen von 0-2000 in verschiedenen Räumen abzulegen. In diesen Räumen würde ich dann gerne bestimmte Ereignisse oder erschienene Werke als Anker ablegen um sie mit den Jahreszahlen zu verknüpfen. Ich bin irgendwann mal in einem Forum auf eine fertige Struktur gestoßen, doch jetzt finde ich sie nicht mehr. Kennt oder benutzt jemand bereits die Methode für Jahreszahlen?
Über eine Antwort freue ich mich:)
LG
Pandafohlen
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